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Unis ziehen Notbremse: Aufnahmestopp für Informatik

Deutschland ruft nach Digitalisierung. Die Wirtschaft sucht händeringend nach IT-Spezialisten – laut Bitkom fehlen aktuell rund 137.000 IT-Fachkräfte. Doch ausgerechnet an der Quelle dieses Nachschubs, den deutschen Universitäten, spielen sich paradoxe Szenen ab: Aufnahmestopps, drastische Kapazitätskürzungen und nun sogar die Diskussion um die Streichung ganzer Grundstudiums-Komponenten an renommierten Standorten.

Wie passt das zusammen? Eine Analyse der aktuellen Lage.

Aufnahmestopp für Informatik

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Der Tübinger Schock und seine Signalwirkung

Ein Beben ging vor kurzem durch die Hochschullandschaft, als die Universität Tübingen ankündigte, zum Wintersemester 2024/2025 keine Erstsemester mehr für den Bachelor Informatik aufzunehmen (ein sogenannter Voll-Aufnahmestopp für ein Semester). Auch andere Hochschulen, wie etwa in Berlin oder Brandenburg, ächzen unter Sparzwängen, die Kürzungen im Lehrangebot unumgänglich machen.

Das „Streichen des Grundstudiums“ ist dabei oft die de facto Konsequenz aus zwei Szenarien:

  • Harter Aufnahmestopp: Der Studiengang wird für Neueinschreibungen temporär geschlossen.
  • Streichung von Lehrkapazitäten: Grundlegende Module können nicht mehr im nötigen Umfang angeboten werden, was das Studium faktisch unstudierbar macht oder die Plätze massiv limitiert (Numerus Clausus).

Die Ursachen: Eine Krise des Erfolgs

Dass Universitäten die Reißleine ziehen, liegt nicht am Desinteresse der Studierenden – im Gegenteil. Es ist eine Krise der Überlastung und der Unterfinanzierung.

1. Das Betreuungsverhältnis kippt

Die Informatik ist eines der beliebtesten Fächer. Die Studierendenzahlen sind in den letzten zehn Jahren explodiert. Die Anzahl der Professuren und der wissenschaftlichen Mitarbeiter ist jedoch nicht im gleichen Maße gewachsen. In Tübingen kamen zeitweise auf einen Professor hunderte Studierende. Ein qualifiziertes Grundstudium – mit Korrekturen von Übungsblättern, Seminaren und Laborplätzen – ist so nicht mehr leistbar.

2. Der Markt saugt das Personal ab

Ein strukturelles Problem trifft die Informatik-Fakultäten besonders hart: Universitäten können finanziell nicht mit der freien Wirtschaft mithalten.

Der „Brain Drain“: Wer in der KI-Forschung oder Softwareentwicklung promoviert hat, erhält in der Industrie (z. B. bei Google, SAP oder Start-ups) oft das Doppelte oder Dreifache eines Universitätsgehalts.

Folge: Es fehlen Tutoren, Dozenten und Mittelbau-Mitarbeiter, die das Grundstudium stemmen.

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3. Sparmaßnahmen der Bundesländer

Trotz der politischen Rhetorik („Digitalstandort Deutschland“) kürzen viele Bundesländer die Hochschulbudgets. Wenn Universitäten globale Sparvorgaben erhalten, streichen sie dort, wo die Betreuungskosten pro Student am höchsten sind oder wo die Überlast am größten ist – und das ist oft die Informatik.

Ein Eigentor für den Standort Deutschland

Wenn das Grundstudium – also das Fundament der IT-Ausbildung – wegbricht oder limitiert wird, hat das gravierende Konsequenzen:

Verlust von Talenten: Motivierte Abiturienten, die keinen Studienplatz erhalten, weichen oft auf andere Fächer aus oder gehen ins Ausland. Dieses Potenzial geht dem deutschen Arbeitsmarkt verloren.

Soziale Selektion: Wenn nur noch Elite-Unis mit extrem hohem NC oder private Hochschulen (mit hohen Gebühren) Informatik anbieten, wird der Zugang zu einem der wichtigsten Zukunftsberufe zu einer Frage des Geldbeutels.

Qualitätsverlust: Findet das Studium trotz Überlastung statt, leidet die Qualität. Massenabfertigung in überfüllten Hörsälen ersetzt den notwendigen Dialog und die Praxisarbeit am Code.

Fazit: Die Politik muss liefern

Die Nachricht, dass Unis das Informatik-Grundstudium einschränken oder aussetzen, ist ein Alarmzeichen. Es offenbart eine eklatante Diskrepanz zwischen Sonntagsreden zur Digitalisierung und der realen Haushaltsplanung.

Ohne eine gezielte, massive Investition in die personelle Ausstattung der Informatik-Fakultäten – und zwar entkoppelt von allgemeinen Sparzwängen – sägt Deutschland an dem Ast, auf dem seine wirtschaftliche Zukunft sitzt. Ein Aufnahmestopp darf kein Dauerzustand sein, sondern muss der Weckruf für eine sofortige Ausfinanzierung der MINT-Fächer sein.

Für wen lohnt sich Internet via Starlink?

Starlink ist die Rettung für Sie, wenn:

  • Sie weniger als 50 Mbit/s über DSL bekommen.
  • Glasfaser bei Ihnen erst in Jahren ausgebaut wird.
  • LTE/5G bei Ihnen zu instabil ist.

Starlink lohnt sich NICHT, wenn:

  • Sie Zugang zu stabilem DSL (100 Mbit+) oder Glasfaser haben. Kabelgebundenes Internet ist fast immer stabiler und energieeffizienter als Funk.
  • Sie in einer dichten Stadt wohnen oder in einem Wald ohne freie Sicht zum Himmel leben.

Über den Autor:

Michael W. Suhr | Baujahr 1974Dipl. Betriebswirt | Webdesign- und Beratung | Office Training
Nach 20 Jahren in der Logistik habe ich mein Hobby welches mich seit Mitte der 1980er Jahre begleitet zum Beruf gemacht, und bin seit Anfang 2015 als Freelancer im Bereich Webdesign, Webberatung und Microsoft Office tätig. Nebenbei schreibe ich soweit es die Zeit zulässt noch Artikel für mehr digitale Kompetenz in meinem Blog.
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