Nie wieder teures Stock-Footage – KI-B-Rolls
Das Geschäftsmodell traditioneller Stock-Footage-Anbieter wie Storyblocks, Artlist oder Shutterstock steht 2026 vor dem Kollaps. Warum? Weil Content-Creator nicht mehr bereit sind, hunderte Euro im Jahr für Clips zu zahlen, die auch fünf andere YouTuber im selben Nischen-Video verwenden.
Die generative Video-KI hat die Phase der „wackeligen Experimente“ längst hinter sich gelassen. Wir befinden uns in der Ära des fotorealistischen, kommerziell nutzbaren 4K-Videos auf Knopfdruck.
Wir wollen hier nicht nur einen oberflächlichen Überblick, sondern eine detaillierte Anleitung bieten. Also wie du dein eigenes B-Roll-Studio aufbaust, die rechtlichen Fallstricke umgehst und die Tools meisterst.

Kapitel 1: Die rechtliche Realität
Bevor wir einen Pixel generieren, müssen wir das Fundament klären. Die Rechtslage hat sich seit 2024 stabilisiert.
Das „Commercial License“ Modell
Fast alle seriösen Anbieter (Runway, Kling, Luma) arbeiten nach demselben Prinzip:
- Free Tier = Risiko: Kostenlose Accounts dienen der Tech-Demo. Die Videos sind oft mit Wasserzeichen versehen und die AGBs (Terms of Service) untersagen die kommerzielle Nutzung explizit. Die Nutzung in einem monetarisierten YouTube-Video ist ein AGB-Verstoß und kann zu Problemen führen.
- Paid Tier = Sicherheit: Sobald du zahlst (selbst für den kleinsten Monatstarif), erhältst du eine weltweite, unbefristete kommerzielle Nutzungslizenz für die Assets, die du in diesem Zeitraum erstellst.
Wichtig: „Unbefristet“ bedeutet, du kannst den Clip auch noch 2030 in einem Video verwenden, auch wenn du dein Abo 2027 gekündigt hast. Du musst das Abo nur zum Zeitpunkt der Generierung aktiv haben.
Das Urheberrechts-Paradox
Ein wichtiger juristischer Fakt (Stand 2026 in den USA und EU): Nach aktueller Rechtsprechung sind reine KI-Generierungen oft nicht urheberrechtlich schützbar durch den „Prompter“ (dich), weil die menschliche Schöpfungshöhe fehlt.
- Was bedeutet das für dich? Du kannst wahrscheinlich nicht verhindern, dass jemand anderes dein KI-Video herunterlädt und selbst nutzt (anders als wenn du es selbst gefilmt hättest).
- Aber: Du hast die sichere Lizenz der Plattform, es für deine kommerziellen Zwecke zu nutzen, ohne von der Plattform verklagt zu werden. Für B-Roll ist dieses „fehlende eigene Copyright“ meist irrelevant; die sichere Nutzungslizenz ist das, was zählt!
Die KI-Kennzeichnungspflicht (EU AI Act)
- Seitdem der EU AI Act voll greift, müssen fotorealistische KI-Inhalte auf Plattformen wie YouTube, TikTok und Instagram gekennzeichnet werden. Die Plattformen bieten dafür meist einen einfachen Haken beim Upload an („Dieser Inhalt wurde mit KI erstellt“). Nutze ihn, um Strikes wegen Irreführung zu vermeiden.
Kapitel 2: Die Tools im technischen Deep-Dive
Kapitel 3: Die Kunst des B-Roll Prompts
Kapitel 4: Der Profi-Workflow (Vom Prompt zum finalen Clip)
Fazit
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