EU fordert Chief AI Officer für Konzerne, Mozilla startet Firefox Organic, Rechenzentrum heizt Helsinki
Mittwoch, 10. Dezember 2025
Die Ära der unregulierten KI-Experimente in Unternehmen ist vorbei. Die EU schreibt nun vor, wer den Kopf hinhalten muss. Für Verbraucher gibt es den ersten „Ad-Blocker für KI-Inhalte“, und die Energiekrise der Technologiebranche findet eine pragmatische Lösung.
Hier sind die wichtigsten KI-Neuigkeiten des Tages:
Reaktion auf Haftungsklagen: EU-Richtlinie macht „Chief AI Officer“ (CAIO) zur Pflicht
Die Ereignisse der letzten Woche – das massive Datenleck (#ChatLeak25) und die darauffolgende Milliardenklage am Montag – haben Brüssel zum Handeln gezwungen. Die EU-Kommission hat heute einen Entwurf für eine Ergänzung der Corporate Governance Richtlinie vorgestellt. Börsennotierte Unternehmen in der EU müssen ab 2026 zwingend einen Chief AI Officer (CAIO) im Vorstand haben.
Diese Person haftet persönlich für die Einhaltung von Datenschutzstandards bei KI-Anwendungen und muss sicherstellen, dass keine „Schatten-IT“ im Unternehmen wuchert. Headhunter melden heute einen Ansturm. Gehälter für erfahrene KI-Strategen mit juristischem Hintergrund schießen in die Höhe, da jeder DAX-Konzern nun dringend eine solche Position besetzen muss.
„Surfen wie 2020“: Mozilla veröffentlicht Firefox Organic
Während Google seinen Suchindex säubert, gibt Mozilla den Nutzern heute die Kontrolle zurück. Der neue Browser „Firefox Organic“ (oder eine entsprechende Erweiterung) ist heute in die Beta-Phase gestartet.
Das Versprechen: Ein „Ad-Blocker für KI“. Der Browser nutzt lokale KI, um Texte und Bilder auf Webseiten zu scannen.
KI-generierte Inhalte werden standardmäßig ausgeblendet oder (in der milderen Einstellung) neongrün markiert. Das Tool richtet sich an Nutzer, die vom „synthetischen Web“ erschöpft sind und sicherstellen wollen, dass sie Artikel lesen, die von Menschen geschrieben wurden. Die Downloadzahlen brachen in den ersten Stunden alle Rekorde der Mozilla-Geschichte.
„Compute for Heat“: Größtes KI-Rechenzentrum Europas heizt Helsinki
Ein positives Beispiel für die Symbiose von Tech und Stadtplanung kommt heute aus Finnland. Microsoft und der Energieversorger Fortum haben das Projekt „HeatCloud“ offiziell ans Netz genommen. Das neue, gigantische KI-Trainingszentrum bei Helsinki wurde nicht neben, sondern in das Fernwärmenetz integriert.
Die Technik: Die Abwärme der tausenden H100- und Blackwell-Grafikprozessoren, die bisher oft nutzlos in die Atmosphäre geblasen wurde, wird aufgefangen.
Die KI-Server heizen ab heute 40% aller Haushalte im Großraum Helsinki. Es ist das weltweit erste Modell, bei dem die „Rechen-Rechnung“ die „Heiz-Rechnung“ subventioniert. KI-Training wird damit CO2-negativ, da es fossile Heizkraftwerke ersetzt.
Strukturierung des Chaos
Der 10. Dezember 2025 bringt Ordnung in die wilde Entwicklung:
- Corporate Governance (Story 1): KI ist nicht mehr nur ein IT-Thema, sondern ein Vorstandsthema mit Haftung.
- User Experience (Story 2): Nutzer erhalten Werkzeuge, um selbst zu entscheiden, wie viel KI sie sehen wollen („Digital Detox“ per Software).
- Infrastruktur (Story 3): Die physischen Auswirkungen der KI (Hitze/Energie) werden intelligent in den städtischen Kreislauf integriert.
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