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Wo verdienen Streamer 2026 am meisten Geld?

Die Zeit, in der Twitch der alleinige Platzhirsch für Live-Content war, ist vorbei. Im Jahr 2026 kämpfen vier große Plattformen um die Gunst der Creator: Twitch, YouTube, Kick und TikTok. Doch wo lohnt sich der Einsatz der Zeit finanziell am meisten? Die Antwort hängt stark von der Größe des Streamers und der gewählten Einnahmequelle (Werbung vs. Spenden) ab.

Um zu verstehen, wo man am meisten verdient, muss man dabei die Einnahmen in drei Kategorien unterteilen:

  • Plattform-Direkteinnahmen (Subs, Werbung, Spenden)
  • Programm-Anreize (Stundenlohn/Fixgehälter der Plattformen)
  • Externe Monetarisierung (Sponsoring, Merchandise)

Wir haben die harten Fakten, Provisionen (Splits) und Marktchancen zusammengefasst und nehmen einen Vergleich der Plattformen vor.

Wo verdienen Streamer 2026 am meisten Geld

Themenübersicht

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PLATZ 4: TIKTOK LIVE (Die „Gebühren-Falle“)

TikTok Live ist ein Phänomen. Keine andere Plattform schafft es, Zuschauer so schnell zu impulsiven Geldspenden zu verleiten. Doch das System ist so aufgebaut, dass der Creator am Ende der Nahrungskette steht. Das Problem ist die „Währungsumrechnung“: Zuschauer kaufen „Münzen“ (Coins) mit echtem Geld. Davon kaufen sie virtuelle Geschenke. Der Creator erhält dafür „Diamanten“, die er wieder in echtes Geld tauschen muss.

Bei jedem dieser Schritte geht Wert verloren. Da Transaktionen oft über den Apple App Store oder Google Play laufen, gehen sofort bis zu 30 % an Gebühren weg, bevor TikTok überhaupt seinen Anteil nimmt. Schätzungen zeigen, dass von 100 Euro, die ein Fan ausgibt, oft nur 30 bis 40 Euro auf dem Bankkonto des Streamers landen. TikTok nutzt Gamification (z.B. Zeitdruck bei „Matches“ oder Rankings), um Fans zum Ausgeben zu animieren, doch die Plattform ist der eigentliche Gewinner.

Ein Rechenbeispiel: Ein Fan schenkt dir auf TikTok ein „Universum“ (ein teures virtuelles Geschenk). Der Fan bezahlt dafür umgerechnet etwa 400 €.

Nach Abzug der App-Store-Gebühren und TikToks Provision („Revenue Share“) landen bei dir als Creator oft nur ca. 130 € bis 150 €! Also nicht mal die Hälfte. Und die musst du natürlich auch noch versteuern.

Urteil: Gigantischer Umsatz, aber minimaler Netto-Anteil.

PLATZ 3: TWITCH (Der „Mittelklasse-Standard“)

Twitch lebt von seiner Kultur. Begriffe wie „Sub“, „Emote“ oder „Raid“ stammen von hier. Doch finanziell ruht sich die Amazon-Tochter seit Jahren auf ihrer Monopolstellung aus, die 2026 längst keine mehr ist. Der Standard-Vertrag sieht weiterhin vor, dass Streamer 50 % ihrer Abo-Einnahmen abgeben müssen. Das ist in der modernen Creator-Ökonomie eigentlich nicht mehr wettbewerbsfähig. Zwar gibt es das „Partner Plus“-Programm für einen 70/30-Split, doch die Hürden dafür (z.B. 300+ dauerhafte Subs über Monate) sind für 95 % der Streamer unerreichbar.

Ein weiteres Problem ist die Abhängigkeit von wenigen Großspendern („Whales“). Da Twitch kaum organische Laufkundschaft bringt (Discovery ist schlecht), bluten Streamer ihre Stammzuschauer oft finanziell aus. Zudem wurden die Auszahlungen für „Prime Subs“ (das kostenlose Abo für Amazon-Kunden) auf feste Beträge gedeckelt, was für viele Top-Streamer eine Gehaltskürzung von 20 % bedeutete.

Ein Rechenbeispiel: Du hast 100 treue Fans, die ein Tier-1-Abo (ca. 5 €) abschließen.

  • Gesamtumsatz: 500 €.
  • Davon gehen 250 € sofort an Twitch.
  • Dir bleiben 250 € (vor Steuern). Du arbeitest also zur Hälfte direkt für die Plattformkosten.

Urteil: Hohes Prestige, aber veraltete Konditionen bei der die Content-Creator benachteiligt werden.

PLATZ 2: YOUTUBE GAMING (Der „Vermögens-Aufbauer“)

YouTube denkt anders. Hier ist der Livestream nicht das Endprodukt, sondern nur der Anfang einer Verwertungskette. Während ein Twitch-Stream im digitalen Nirwana verschwindet, wird ein YouTube-Stream automatisch indexiert, in der Suche gelistet und als VOD (Video on Demand) weiter monetarisiert.

Der Split bei Kanalmitgliedschaften ist mit 70/30 (70 % für dich) deutlich fairer als der Twitch-Standard. Doch der wahre Hebel ist der RPM (Revenue Per Mille). Da Google über die besten Werbedaten der Welt verfügt, zahlen Werbekunden mehr, um Clips auf YouTube zu schalten. Ein Streamer, der heute ein „Let’s Play“ zu einem neuen Spiel streamt, verdient vielleicht 200 € im Live-Stream durch Spenden. Aber das Video generiert über die nächsten 3 Jahre jeden Monat weitere 50 € durch Werbung, ohne dass er noch etwas tun muss. Das ist passives Einkommen.

Ein Rechenbeispiel: Du streamst 4 Stunden lang ein Tutorial.

  • Im Live-Chat spenden Fans („Super Chats“) 100 €. Davon behältst du 70 €.
  • Das Video bekommt über das Jahr 100.000 Aufrufe. Bei einem RPM von 3 € (typisch für Gaming/Finance) verdienst du zusätzlich 300 € durch Werbung.
  • Gesamt: 370 € – und der Betrag wächst weiter.

Urteil: Faire Splits und unschlagbare Langzeit-Rendite im Vergleich zur Konkurrenz.

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PLATZ 1: KICK (Die „Lukrativste Option“)

Kick wurde mit einem einzigen Ziel gegründet: Die etablierten Plattformen durch Geld zu schlagen. Finanziert durch Investoren aus der Glücksspielbranche, fährt Kick eine aggressive „Loss-Leader“-Strategie. Das bedeutet: Sie verzichten bewusst auf Gewinn, um Creator anzulocken. Allerdings ist natürlich unklar wie lange das so gehen wird, denn zu verschenken haben die auch nichts!

Der 95/5-Split ist in der Branche unerhört. Kick behält nur 5 % ein, um die Transaktionsgebühren zu decken – sie verdienen an den Abos quasi nichts. Dazu kommt das „Creator Incentive Program“ (KCIP). Das ist eine Revolution: Du wirst nicht nur für Erfolg bezahlt, sondern für Arbeit. Basierend auf deinen durchschnittlichen Zuschauern und deiner Interaktionsrate zahlt Kick einen stündlichen Betrag. Das gibt Streamern eine Planungssicherheit wie in einem normalen Job, die es auf Twitch oder TikTok nicht gibt.

Ein Rechenbeispiel: Du hast dieselben 100 Fans wie im Twitch-Beispiel, die ein Abo für 5 $ abschließen.

  • Gesamtumsatz: 500 $.
  • Kick behält nur 25 $.
  • Dir bleiben 475 $.
  • Der Unterschied: Du hast fast doppelt so viel Geld in der Tasche wie auf Twitch, für exakt dieselbe Leistung und dieselbe Fan-Anzahl.

Fazit

Fazit & Empfehlung für 2026

Die Wahl der Plattform ist 2026 keine Frage der Loyalität mehr, sondern eine strategische Geschäftsentscheidung. Wer nur auf das „Gefühl“ hört, verschenkt bares Geld. Während Kick der mathematische Gewinner beim Netto-Einkommen ist und YouTube das beste langfristige Sicherheitsnetz bietet, lässt sich eine klare Empfehlung basierend auf deinem aktuellen Status aussprechen:

Szenario A: Du fängst bei Null an (Der Newcomer)

Vergiss Twitch. Die Chance, dort ohne externe Reichweite entdeckt zu werden, liegt bei nahe null.

  • Deine Strategie: Nutze TikTok Live, um erste Aufmerksamkeit zu generieren (Discovery). Sobald du eine kleine Basis hast (z.B. 100 konstante Zuschauer), leite diese aktiv auf Kick um.
  • Warum? Auf Kick kannst du schon mit dieser kleinen Gruppe dank des Stundenlohns und des 95/5-Splits erste Rechnungen bezahlen, was auf Twitch unmöglich wäre.

Szenario B: Du willst Sicherheit und Vermögen (Der Stratege)

Wenn du nicht jeden Monat um deine Miete bangen willst, weil du mal zwei Wochen krank warst, führt kein Weg an YouTube vorbei.

  • Deine Strategie: Streame auf YouTube Gaming. Konzentriere dich auf Inhalte, die gesucht werden (Tutorials, Challenges, Analysen), nicht nur reines Gameplay.
  • Warum? Du baust dir eine Bibliothek an Inhalten auf, die für dich arbeitet, während du schläfst. Das ist die einzige Form von „Rente“, die es in diesem Job gibt.
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Szenario C: Die „Heilige Dreifaltigkeit“ (Der Profi-Weg)

Die erfolgreichsten Creator setzen 2026 nicht mehr alles auf eine Karte. Da die Exklusivverträge (die Streamern verbieten, woanders zu senden) fast ausgestorben sind, lautet die Gold-Standard-Empfehlung: Multi-Streaming. Streame primär auf Kick (für die hohen Einnahmen durch Subs). Lasse denselben Stream gleichzeitig auf YouTube laufen (um das VOD für später zu speichern). Schneide die Highlights noch während des Streams live mit und lade sie auf TikTok hoch, um neue Zuschauer in den laufenden Stream zu holen.

So kombinierst du das hohe Einkommen von Platz 1 (Kick) mit der Sicherheit von Platz 2 (YouTube) und der Reichweite von Platz 4 (TikTok).

Über den Autor:

Michael W. Suhr | Baujahr 1974Dipl. Betriebswirt | Webdesign- und Beratung | Office Training
Nach 20 Jahren in der Logistik habe ich mein Hobby welches mich seit Mitte der 1980er Jahre begleitet zum Beruf gemacht, und bin seit Anfang 2015 als Freelancer im Bereich Webdesign, Webberatung und Microsoft Office tätig. Nebenbei schreibe ich soweit es die Zeit zulässt noch Artikel für mehr digitale Kompetenz in meinem Blog.
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