Erste EU-Blockaden & Börsen-Rallye: Die KI-News vom 2. Januar
Freitag, 02. Januar 2026
Der erste Arbeitstag des neuen Jahres bringt die erwartete „Katerstimmung“ in Sachen Regulierung mit sich, während die Börsen in Asien bereits euphorisch auf die neu geordneten Machtverhältnisse reagieren. Der EU AI Act zeigt seine ersten Zähne, und die Tech-Welt richtet den Blick nervös nach Las Vegas, wo in wenigen Tagen die CES beginnt.
Hier sind die wichtigsten KI-Neuigkeiten des Tages:
EU AI Act: Erste US-Dienste ziehen die Notbremse
Wie von Experten befürchtet, haben heute Morgen erste US-Anbieter von generativer KI den Zugang für Nutzer mit europäischer IP-Adresse vorübergehend eingeschränkt. Prominentestes Beispiel ist die Videogenerierungs-Plattform „Runway Gen-4“. Das Unternehmen begründete den Schritt („Geo-Fencing“) mit noch ungeklärten Fragen zur Dokumentationspflicht der Trainingsdaten, die seit gestern (1. Januar) in Kraft ist.
Man arbeite mit Hochdruck an einer Compliance-Lösung, wolle aber keine Strafzahlungen riskieren.
Börsen-Reaktion: SoftBank-Aktie springt um 8 %
Der Handelstag in Tokio startete mit einem Feuerwerk für die SoftBank Group. Nach der Bestätigung des 22,5-Milliarden-Dollar-Deals mit OpenAI an Silvester schoss die Aktie um über 8 % nach oben. Analysten werten den Deal als strategischen Sieg für Masayoshi Son, der sich damit Zugriff auf die fortschrittlichste KI-Technologie für sein Portfolio (inklusive Arm-Chips und Robotik) gesichert hat.
Samsung CES-Teaser: „Ballie“ kehrt zurück – mit Gehirn
Samsung hat heute, wenige Tage vor Start der CES, eine Pressemitteilung veröffentlicht, die aufhorchen lässt. Der Heimroboter „Ballie“ (ein rollender Assistent) wird neu aufgelegt – diesmal jedoch nicht als simple Steuereinheit, sondern als vollautonomer „Home Manager“ mit einem lokalen Large Action Model.
Der Roboter soll Datenschutz-konform agieren, da die KI-Verarbeitung dank neuer NPU-Chips (Neural Processing Unit) komplett auf dem Gerät stattfindet („On-Device AI“), ohne Daten in die Cloud zu senden.
Gerücht: Apple Intelligence 2.0 im März?
Der bekannte Supply-Chain-Analyst Ming-Chi Kuo hat heute in einem Report angedeutet, dass Apple die Server-Kapazitäten für seine „Private Cloud Compute“ drastisch aufgestockt hat. Dies nährt Spekulationen, dass mit dem für März erwarteten iOS-Update (iOS 19.4) eine deutlich leistungsfähigere Version von Siri ausgerollt wird, die komplexe App-übergreifende Aufgaben ohne Nutzerzutun erledigen kann – eine direkte Antwort auf die „Action Models“ der Konkurrenz.
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