Windows 12: Wo bleibt es? Der aktuelle Stand im Oktober 2025
Monatelang, ja fast jahrelang, brodelte die Gerüchteküche: Microsoft würde ein neues Betriebssystem, „Windows 12“, veröffentlichen. Als Zieldatum wurde oft der Herbst 2025 genannt, passend zum Support-Ende von Windows 10, das am 14. Oktober 2025 offiziell eintrat.
Doch jetzt, Ende Oktober 2025, ist von Windows 12 nichts zu sehen. Stattdessen liefert Microsoft Updates für Windows 11 25H2 aus.
Was ist passiert? Ist Windows 12 abgesagt, verschoben oder wurde es stillschweigend in Windows 11 integriert? Wir bringen Licht ins Dunkel der neuesten Entwicklungen.

Die große Frage: Wann kommt Windows 12?
Die kurze und ernüchternde Antwort lautet (Stand 21. Oktober 2025): Es gibt keine offizielle Ankündigung oder Bestätigung von Microsoft für ein Produkt namens „Windows 12“.
Die starken Gerüchte, die einen Release im Jahr 2024 oder spätestens im Herbst 2025 voraussagten, haben sich nicht bewahrheitet. Diese Gerüchte wurden oft von Hardware-Partnern und Insider-Berichten befeuert, die von einem neuen Drei-Jahres-Zyklus für Windows-Hauptversionen sprachen.
Statt eines großen „Big Bang“-Release eines neuen Betriebssystems verfolgt Microsoft offensichtlich eine andere Strategie.
Die Realität: Was 2025 stattdessen passiert ist
Während die Welt auf „Windows 12“ wartete, hat Microsoft seine Energie auf zwei Hauptbereiche konzentriert:
Windows 11 24H2 und 25H2: Das „KI-Update“ Die „nächste Generation von Windows“, von der Microsoft sprach, war kein neues Produkt, sondern ein massives inhaltliches Update für Windows 11. Die Funktionen, die ursprünglich „Windows 12“ zugeschrieben wurden, sind nun Teil der großen Updates für Windows 11 (Version 24H2 und das kürzlich veröffentlichte 25H2).
Dazu gehören:
- Tiefe Copilot-Integration: Der KI-Assistent ist nun fester Bestandteil des Systems und nicht nur eine angeheftete App.
- Neue „Copilot+ PC“-Funktionen: Features wie „Recall“ (eine durchsuchbare Zeitleiste Ihrer PC-Aktivitäten) wurden eingeführt.
- Optimierung für NPUs (Neural Processing Units): Das System ist nun darauf ausgelegt, KI-Aufgaben direkt auf spezialisierten Prozessoren (in neuen „AI-PCs“) auszuführen, statt in der Cloud.
Im Grunde hat Microsoft die „Windows 12“-Revolution als Evolution von Windows 11 verpackt.
Windows Server 2025 Die einzige offiziell neue Betriebssystemversion, die Microsoft in diesem Jahr veröffentlicht hat, ist Windows Server 2025. Dieses bringt zwar eine an Windows 11 angelehnte Desktop-Umgebung mit, ist aber klar auf Unternehmenskunden und Rechenzentren ausgelegt.
Microsofts neue Strategie: Windows als Dienst
Die aktuelle Entwicklung deutet stark darauf hin, dass Microsoft von der Idee fester, nummerierter Versionen abrückt – eine Strategie, die sie ursprünglich schon mit Windows 10 verfolgen wollten („Die letzte Version von Windows“).
Statt alle drei Jahre ein neues, teuer zu vermarktendes Produkt zu schaffen, scheint der Fokus nun auf Windows 11 als kontinuierlicher „Dienst“ zu liegen. Einmal pro Jahr (im Herbst) gibt es ein großes Update (wie 24H2 oder 25H2), das tiefgreifende neue Funktionen bringt.
Dieser Ansatz hat Vorteile:
- Keine Fragmentierung: Nutzer müssen nicht überlegen, ob sie auf „12“ umsteigen sollen.
- Stabilität: Das Grundgerüst bleibt Windows 11, während KI-Funktionen modular hinzugefügt werden.
- Keine harten Upgrade-Hürden: Die Systemanforderungen (TPM 2.0 etc.) bleiben dieselben wie bei Windows 11.
Ausblick: Kommt „Windows 12“ vielleicht 2026?
Nur weil es 2025 nicht erschienen ist, heißt das nicht, dass der Name „Windows 12“ für immer vom Tisch ist. Einige Berichte (u.a. von PCMasters.de) spekulieren, dass Microsoft den Release auf 2026 verschoben haben könnte, um die Entwicklung der KI-Funktionen weiter voranzutreiben.
Es ist denkbar, dass Microsoft irgendwann einen Schnitt macht und das nächste große Funktionsupdate (vielleicht 26H2) als „Windows 12“ brandmarkt, um einen klaren Neuanfang zu signalisieren – insbesondere wenn sich die zugrundeliegende Systemarchitektur (Stichwort „CorePC“ für modularere Systeme) signifikant ändert.
Fazit
Wenn Sie auf „Windows 12“ gewartet haben, ist die neueste Entwicklung, dass Sie nicht warten müssen. Die „Zukunft von Windows“ ist bereits da, sie heißt nur Windows 11 25H2.
Die spannendsten Neuerungen finden derzeit unter der Haube statt, mit einem starken Fokus auf Künstliche Intelligenz. Für Nutzer von Windows 10 ist der Druck indes real: Da der Support am 14. Oktober 2025 endete, ist der empfohlene Schritt nicht das Warten auf Windows 12, sondern der Umstieg auf das aktuelle Windows 11.
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