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Werkstudent vs. 603-Euro-Job: Welches Nebenjob-Modell lohnt sich wirklich?

Die Entscheidung zwischen einem Minijob und einer Anstellung als Werkstudent gehört zu den wichtigsten finanziellen Weichenstellungen im Studium. Beide Modelle haben handfeste Vor- und Nachteile, je nachdem, wie viel Zeit du hast und ob du finanzielle Unterstützung wie BAföG beziehst.

Wichtig: Durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro im Jahr 2026 wurde die Minijob-Grenze dynamisch angepasst. Der ehemalige 538-Euro-Job ist im Jahr 2026 offiziell ein 603-Euro-Job.

Wir haben einen auf aktuellem Kenntnisstand (Februar 2026) basierenden Vergleich angestellt, damit du die beste Wahl für deine Situation treffen kannst.

Werkstudent vs. 603-Euro-Job

Themenübersicht

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Nebenjob-Modelle im Vergleich

Der Minijob (Der 603-Euro-Job)

Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung. Du darfst im Jahr 2026 durchschnittlich bis zu 603 Euro im Monat (bzw. 7.236 Euro im Jahr) verdienen.

Vorteile:

  • Brutto gleich Netto: Es fallen für dich keine Steuern an. Du kannst dich zudem von der Rentenversicherungspflicht (3,6 %) befreien lassen, sodass du die vollen 603 Euro ausgezahlt bekommst.
  • Krankenversicherung: Du bleibst problemlos in der kostenfreien Familienversicherung deiner Eltern, da die Einkommensgrenze hierfür im Jahr 2026 exakt bei 603 Euro für Minijobber liegt.
  • Kein Verwaltungsaufwand: Der Arbeitgeber übernimmt Pauschalabgaben, du musst dich nicht mit der Steuererklärung herumschlagen, um Abgaben zurückzuholen.

Nachteile:

  • Gedeckeltes Einkommen: Wenn du mehr Geld brauchst, musst du in ein anderes Modell wechseln.
  • Kein Anspruch auf Arbeitslosengeld: Da du nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlst, sammelst du hier auch keine Ansprüche.
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Der Werkstudentenjob (Das Werkstudentenprivileg)

Wenn du mehr als 603 Euro verdienst und regelmäßig neben der Uni arbeitest, greift in der Regel das sogenannte Werkstudentenprivileg. Die goldene Regel hierbei lautet: Du darfst während der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. In den Semesterferien darfst du diese Grenze überschreiten (bis zu 26 Wochen im Jahr).

Vorteile:

  • Höheres Einkommen: Du kannst deutlich mehr verdienen als im Minijob (oft im sogenannten Midijob-Bereich von 603,01 Euro bis 2.000 Euro).
  • Weniger Sozialabgaben als reguläre Arbeitnehmer: Solange du die 20-Stunden-Regel einhältst, zahlst du keine Beiträge zur Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Es wird lediglich der Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung (9,3 %) fällig.
  • Praxiserfahrung: Werkstudentenjobs sind oft fachbezogener und ein starkes Plus für deinen Lebenslauf.

Nachteile:

  • Krankenversicherung: Sobald du regelmäßig mehr als 603 Euro im Monat verdienst, fällst du aus der kostenfreien Familienversicherung. Du musst dich dann selbst studentisch krankenversichern, was dich aktuell rund 120 bis 130 Euro im Monat kostet.
  • Steuern: Verdienst du mehr als den steuerlichen Grundfreibetrag (12.348 Euro im Jahr 2026), fällt Lohnsteuer an. Diese kannst du dir aber meistens im Folgejahr über die Steuererklärung zurückholen.

Der Härtetest: BAföG und Kindergeld

Neben dem Gehalt auf dem Konto entscheidet oft die familiäre und staatliche Unterstützung darüber, welches Modell sich wirklich lohnt:

Übersicht: Was passt zu dir?

Kriterium Minijob (bis 603 €) Werkstudent (ab 603,01 €)
Arbeitszeit Max. ca. 43 Stunden/Monat (bei Mindestlohn) Max. 20 Stunden/Woche (während des Semesters)
Krankenversicherung Kostenlos (über Familienversicherung) Selbstzahler (studentische KV, ca. 120-130 €)
Rentenversicherung Befreiung auf Antrag möglich (0 % Abzug) Pflicht (9,3 % vom Brutto)
BAföG-Kürzung Keine Kürzung Jeder Cent über 603 € wird angerechnet
Kindergeld Bleibt erhalten Bleibt erhalten (bis 25 Jahre / max. 20h)
Steuern Pauschal durch Arbeitgeber Lohnsteuerpflichtig (oft erstattungsfähig)

Die besten Jobportale für Werkstudenten und 603-Euro-Jobs

Hast du dich für ein Modell entschieden, stellt sich die nächste Frage: Wo findet man als Student überhaupt die besten Stellenangebote? Der Markt ist groß, aber nicht jede Plattform eignet sich für jede Art von Job.

Für maximale Flexibilität und 603-Euro-Jobs

Wenn du keine festen wöchentlichen Arbeitszeiten gebrauchen kannst (zum Beispiel in der Klausurenphase) oder gezielt nach einem klassischen Minijob suchst:

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Für karriereorientierte Werkstudentenjobs

Wenn du erste Berufserfahrung in deiner Branche sammeln möchtest und eine Stelle mit fachlichem Bezug zu deinem Studium suchst:

  • Workwise (ehemals Campusjäger): Ein echter Geheimtipp für Studenten. Der große Vorteil: Du brauchst hier oft kein klassisches, langes Anschreiben. Du füllst dein Profil aus, beantwortest ein bis zwei gezielte Fragen des Unternehmens und bewirbst dich mit wenigen Klicks.
  • StepStone & Indeed: Die klassischen Giganten unter den Jobbörsen. Da hier fast jedes größere Unternehmen inseriert, ist die Auswahl an fachspezifischen Werkstudentenjobs riesig. Nutze einfach die Filterfunktion für „Werkstudent“ kombiniert mit deiner Stadt oder Branche.
  • LinkedIn & Xing: Unterschätze nicht die Business-Netzwerke! Lege dir ein aussagekräftiges Profil an und stelle dir Job-Alerts für Werkstudentenstellen ein. Gerade in Bereichen wie IT, Marketing, BWL oder Ingenieurwesen rekrutieren viele Firmen direkt hier.

Der lokale Geheimtipp: Hochschul-Portale

Fazit: Die richtige Plattform macht den Unterschied

Die Wahl der passenden Jobbörse hängt letztlich davon ab, was du im Studium gerade am dringendsten brauchst. Suchst du maximale Flexibilität und unkomplizierte 603-Euro-Jobs, um kurzfristig deine Haushaltskasse aufzubessern, bist du bei dynamischen Apps wie Zenjob oder Plattformen wie Jobvalley am besten aufgehoben.

Geht es dir hingegen darum, mit einem Werkstudentenjob wertvolle Berufserfahrung zu sammeln und den Grundstein für deine spätere Karriere zu legen, solltest du auf etablierte Jobbörsen wie StepStone, moderne Portale wie Workwise oder auf das direkte Netzwerken über LinkedIn setzen.

Der beste Tipp für die Jobsuche: Verlasse dich nicht nur auf eine einzige Seite. Richte dir auf zwei bis drei passenden Plattformen automatische Job-Alerts ein und checke regelmäßig das Stellenwerk oder das Schwarze Brett deiner eigenen Hochschule. So landen die besten Angebote direkt in deinem Postfach.

Quellen und weiterführende Links

Für die detaillierten rechtlichen und finanziellen Regelungen rund um das Thema Nebenjob im Studium verweisen wir auf die folgenden offiziellen Stellen:

  • Minijob-Zentrale: Die zentrale Einzugs- und Meldestelle für alle geringfügigen Beschäftigungen in Deutschland. Hier finden sich alle aktuellen Vorgaben zur neuen 603-Euro-Grenze, zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht und zu den Arbeitszeiten. (Tipp für Leser: minijob-zentrale.de)
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) / bafög.de: Die offizielle Informationsquelle für alle Fragen rund um das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Dort sind die exakten Einkommensfreibeträge und die Regeln zur Anrechnung von Werkstudentengehältern detailliert aufgeschlüsselt.
  • Deutsche Rentenversicherung (DRV): Hier gibt es rechtsverbindliche Informationen zum sogenannten Werkstudentenprivileg, der 20-Stunden-Regel während der Vorlesungszeit und den daraus resultierenden Abgaben zur Sozialversicherung.
  • Bundesagentur für Arbeit (Familienkasse): Die zuständige Stelle für das Kindergeld. Auf deren Informationsportal können die genauen Voraussetzungen für den Kindergeldbezug während des Erst- und Zweitstudiums (sowie die Auswirkungen von wöchentlichen Arbeitszeiten über 20 Stunden) nachgelesen werden.
  • Gesetzliche Krankenkassen (z. B. Techniker Krankenkasse, AOK, Barmer): Die Portale der großen Krankenkassen bieten exzellente Merkblätter zu den Verdienstgrenzen der kostenfreien Familienversicherung und den aktuellen Beiträgen zur studentischen Kranken- und Pflegeversicherung.

Über den Autor:

Michael W. Suhr | Baujahr 1974Dipl. Betriebswirt | Webdesign- und Beratung | Office Training
Nach 20 Jahren in der Logistik habe ich mein Hobby welches mich seit Mitte der 1980er Jahre begleitet zum Beruf gemacht, und bin seit Anfang 2015 als Freelancer im Bereich Webdesign, Webberatung und Microsoft Office tätig. Nebenbei schreibe ich soweit es die Zeit zulässt noch Artikel für mehr digitale Kompetenz in meinem Blog.
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