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Vom „Googeln“ zum Wissen: Wie GenAI deine Recherche revolutioniert

Wir alle kennen den „Browser-Tab-Wahnsinn“. Du recherchierst für ein neues Projekt, suchst nach Marktrends oder einem Software-Vergleich. Eine Stunde später hast du 25 Tabs offen, klickst genervt Cookie-Banner weg und versuchst mühsam, die relevanten Infos aus SEO-optimierten Textwüsten zu extrahieren.

Das war gestern!

Mit Generativer AI (GenAI) erleben wir gerade den größten Wandel in der Informationsbeschaffung seit der Erfindung der Suchmaschine. Wir bewegen uns weg vom Suchen hin zum Finden und Synthetisieren.

Wie du GenAI nutzt, um deine Recherche-Zeit zu halbieren und dabei tiefere Erkenntnisse zu gewinnen, erfährst du in unserem Artikel.

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Der Unterschied: Suchmaschine vs. Antwort-Maschine

Klassische Suchmaschinen (wie Google) sind Wegweiser. Sie sagen dir: „Hier könnte die Antwort stehen, geh mal dort lesen.“ GenAI-Tools (wie Perplexity, ChatGPT Search oder Gemini) sind Analysten. Sie sagen: „Ich habe diese 5 Quellen gelesen und hier ist die Zusammenfassung der Antwort für dich.“

Das spart dir den kognitiven Aufwand, Informationen selbst zusammenzufügen.

Drei konkrete Use-Cases für dein Office

Wie sieht das in der Praxis aus? Hier sind drei Szenarien, in denen KI die klassische Suche schlägt:

A. Der schnelle Marktüberblick (Tabellen-Power)

Du musst verschiedene CRM-Systeme vergleichen?

  • Alt: Webseiten der Anbieter öffnen, Pricing-Seiten suchen, Features manuell in Excel übertragen.
  • Neu (Prompt): „Vergleiche Salesforce, HubSpot und Pipedrive für ein kleines Dienstleistungsunternehmen (10 Mitarbeiter). Erstelle eine Tabelle mit den Spalten: Kosten pro User, wichtigste Vorteile, größte Nachteile und Integrationen.“ Das Ergebnis ist eine fast fertige Entscheidungsmatrix in Sekunden.

B. Der „Deep Dive“ in Fachthemen

Du musst dich in ein komplexes Thema einarbeiten (z. B. ESG-Richtlinien)?

  • Alt: Fachartikel lesen, die oft zu viel Vorwissen voraussetzen.
  • Neu (Prompt): „Erkläre mir die neuen ESG-Berichtspflichten für den Mittelstand. Starte mit einer Zusammenfassung für Laien und gehe dann detailliert auf die Punkte ein, die für die IT-Abteilung relevant sind.“ Du kannst Rückfragen stellen („Was bedeutet das konkret für Server-Hosting?“), als würdest du mit einem Experten chatten.

C. Dokumenten-Recherche („Chat with your Data“)

Oft liegen die Infos nicht im Web, sondern in einer 100-seitigen PDF-Studie. Lade das PDF in dein KI-Tool hoch.

  • Prompt: „Fasse die Kernaussagen dieser Studie auf einer Seite zusammen und liste alle genannten Statistiken zum Thema Home-Office auf.“ Die KI wird zu deinem persönlichen Lese-Assistenten.

Die Tools: Womit solltest du starten?

Nicht jedes Tool kann alles gleich gut. Hier ist dein aktuelles Setup:

  • Perplexity AI: Der aktuelle Goldstandard für Recherche. Es funktioniert wie eine Mischung aus Google und ChatGPT. Es liefert immer präzise Fußnoten und Quellenangaben. Perfekt für Fakten-Checks.
  • ChatGPT (mit Search) / Gemini: Die Allrounder. Stark im Schreiben und Kreativsein, holen jetzt aber bei der Websuche massiv auf.
  • Consensus (für Akademiker): Eine KI-Suchmaschine, die ausschließlich wissenschaftliche Paper durchsucht. Ideal, wenn du belastbare Studien statt Meinungen brauchst.

Die goldene Regel: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist Pflicht

GenAI hat eine Schwäche: Sie will dir gefallen. Wenn sie keine Antwort findet, erfindet sie manchmal eine (Halluzination).

Deshalb gilt für die professionelle Recherche der „Sandwich-Prozess“:

  • Mensch: Definiert die Frage und den Kontext.
  • KI: Sammelt Infos, fasst zusammen, strukturiert.
  • Mensch: Prüft die Quellen! (Klicke auf die kleinen Ziffern/Links im KI-Output).

Nutze GenAI nie für Fakten, die du ungeprüft veröffentlichst, aber nutze sie immer, um Struktur in das Chaos des Internets zu bringen.

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Vergleich: Klassische Suche vs. GenAI-Recherche

Kriterium Klassische Suchmaschine (z. B. Google) GenAI-Recherche (z. B. Perplexity, ChatGPT)
Eingabe Stichworte & Keywords (z. B. „CRM Vergleich Mittelstand“) Ganze Sätze & Kontext (z. B. „Erstelle eine Tabelle mit Vor- und Nachteilen von…“)
Ergebnis Eine Liste mit Links („10 blaue Links“), durch die du dich klicken musst. Eine direkte, synthetisierte Antwort, Zusammenfassung oder Tabelle.
Deine Aufgabe Informationen selbst suchen, lesen, filtern und neu zusammensetzen. Das Ergebnis prüfen, verfeinern und Fakten checken.
Zeitaufwand Hoch (viele Tabs, viel Lesen). Niedrig (schneller Überblick).
Quellen Du bist direkt auf der Originalquelle. Die KI fasst zusammen (Gefahr von Halluzinationen → Quellen-Check nötig!).
Perfekt für Navigation (Webseite finden), Shopping, aktuelle News, einfache Fakten. Komplexe Themen verstehen, Vergleiche, Zusammenfassungen, Brainstorming.

Fazit: Upgrade zum Wissensarbeiter 2.0

Wer Recherche heute noch ausschließlich durch manuelles Klicken durch Suchergebnisse betreibt, arbeitet in Zeitlupe. Mit GenAI lagerst du das „Suchen und Sortieren“ aus und konzentrierst dich auf das „Verstehen und Entscheiden“.

Probiere es beim nächsten Projekt aus: Öffne nicht Google, sondern starte deinen Chatbot. Du wirst dich fragen, wie du es vorher anders gemacht hast.

Über den Autor:

Michael W. Suhr | Baujahr 1974Dipl. Betriebswirt | Webdesign- und Beratung | Office Training
Nach 20 Jahren in der Logistik habe ich mein Hobby welches mich seit Mitte der 1980er Jahre begleitet zum Beruf gemacht, und bin seit Anfang 2015 als Freelancer im Bereich Webdesign, Webberatung und Microsoft Office tätig. Nebenbei schreibe ich soweit es die Zeit zulässt noch Artikel für mehr digitale Kompetenz in meinem Blog.
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