Microsoft kündigt „Offline-Copilot“ an, Deutschland plant erstes „Neuro-Datenschutzgesetz“, KI entschlüsselt Wal-Sprache
Dienstag, 09. Dezember 2025
Der Druck des Marktes wirkt: Nach dem massiven Datenleck und dem Erfolg lokaler KI-Modelle vollzieht Microsoft eine strategische Kehrtwende. Berlin will derweil verhindern, dass unsere Gehirne ausgelesen werden, und Meeresbiologen erleben einen „Dr. Dolittle“-Moment.
Hier sind die wichtigsten KI-Neuigkeiten des Tages:
Reaktion auf „LibreMind“: Microsoft kündigt „Offline First“-Strategie für Windows an
Der gestrige Erfolg des Open-Source-Modells „LibreMind“ und die anhaltende Flucht von Unternehmen aus der Cloud haben Microsoft heute zu einer überraschenden Ankündigung gezwungen.
CEO Satya Nadella stellte in einem Blogpost die „Hybrid Loop Initiative“ vor. Das Kernversprechen: Ab dem nächsten großen Windows-Update (Anfang 2026) wird der KI-Assistent „Copilot“ standardmäßig im Offline-Modus laufen. Sensible Aufgaben (E-Mails verfassen, Dokumente analysieren) werden lokal auf der NPU des PCs verarbeitet. Die Cloud wird nur noch auf ausdrücklichen Wunsch des Nutzers für Aufgaben hinzugeschaltet, die „Weltwissen“ erfordern.
Es ist das Eingeständnis, dass das reine Cloud-Modell im Unternehmensumfeld tot ist. Microsoft versucht verzweifelt, die Geschäftskunden zu halten, die seit dem Datenleck letzte Woche in Scharen zu Linux-Lösungen und Apple abwandern.
Weltpremiere in Berlin: Justizministerium legt Entwurf für „Neuro-Datenschutzgesetz“ vor
Als direkte Reaktion auf die UN-Debatte vom Freitag und die technologischen Möglichkeiten der Traum-Visualisierung prescht Deutschland voran.
Justizministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD) präsentierte heute Eckpunkte für das weltweit erste Gesetz, das „neurale Daten“ (Hirnströme) unter den höchsten Schutzstatus stellt – noch strenger als Gesundheitsdaten. Der Entwurf sieht ein striktes Verbot von „Neuromarketing ohne explizite Einwilligung“ vor. Arbeitgebern soll es untersagt werden, Neuro-Headsets (wie die Cyber-Monday-Bestseller) zur Überwachung der Konzentration von Mitarbeitern einzusetzen.
„Die Gedanken sind frei und müssen es bleiben. Ein Blick in das Gehirn darf nicht zur Bedingung für einen Arbeitsvertrag werden.“
„Project Cetacean“: KI bestätigt, dass Wale sich beim Namen nennen
Ein internationales Forschungsteam hat heute Ergebnisse veröffentlicht, die unser Verständnis von tierischer Intelligenz fundamental verändern. Das „Project Cetacean“ nutzte spezialisierte KI-Modelle, um Millionen Stunden von Pottwal-Gesängen zu analysieren.
Die KI erkannte nicht nur wiederkehrende Muster, sondern eine komplexe Grammatik. Der Durchbruch: Es konnte nachgewiesen werden, dass Wale individuelle „Namen“ (Klick-Sequenzen) für sich selbst und andere Gruppenmitglieder nutzen. Die KI entschlüsselte Sequenzen, in denen Wale offenbar über vergangene Ereignisse (z.B. Orte mit viel Nahrung) kommunizierten – ein Beweis für abstraktes Denken und Zeitgefühl.
Die Zukunft: Die Forscher arbeiten nun an einem KI-Synthesizer, der versuchen soll, „höflich“ auf die Wale zu antworten.
Rückzug und Fortschritt
Der 9. Dezember zeigt zwei Richtungen:
- Rückzug: In der Tech-Welt (Story 1) und der Gesetzgebung (Story 2) ziehen wir Mauern hoch, um unsere Daten und Gedanken zu schützen. Wir wollen die KI nutzen, aber sie soll uns nicht „gehören“ oder kontrollieren.
- Fortschritt: In der Wissenschaft (Story 3) nutzen wir dieselbe Technologie, um Mauern einzureißen – nämlich die der Kommunikation zwischen den Arten.
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