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Vermeide diese 6 Fehler im Anschreiben fürs Pflichtpraktikum

Das Semester neigt sich dem Ende zu, das Pflichtpraktikum rückt unaufhaltsam näher – und plötzlich starrst du auf ein leeres Dokument. Der Sprung von der Uni-Bubble in die echte Berufswelt ist aufregend, doch das erste Anschreiben bringt selbst Top-Studierende ins Schwitzen. Schließlich hast du den Kopf zwar voller komplexer Theorien, aber der Bereich „Praxiserfahrung“ im Lebenslauf ist oft noch recht übersichtlich.

Aus Unsicherheit greifen viele Bewerberinnen und Bewerber dann zu abgedroschenen Standardformulierungen, die bei Personalverantwortlichen eher ein müdes Gähnen als echte Begeisterung auslösen. Dein Anschreiben ist jedoch deine persönliche Bühne! Es ist der Ort, an dem du deine Motivation und dein Potenzial zeigen kannst. Bei uns erfährst du detailliert, welche klassischen Stolperfallen du beim Pitch unbedingt umschiffen solltest – und wie du stattdessen mit Professionalität und Persönlichkeit glänzt.

Anschreiben fürs Pflichtpraktikum

Themenübersicht

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1. Das Copy-Paste-Syndrom

Der absolute Motivationskiller für jedes Unternehmen ist ein Anschreiben, das austauschbar wirkt. Recruiter scannen täglich Dutzende Bewerbungen und erkennen innerhalb von Sekunden, ob ein Text im Gießkannenprinzip an zwanzig verschiedene Firmen verschickt wurde.

❌ Der Fehler (Don’t): > „Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich mit großem Interesse auf die ausgeschriebene Stelle als Praktikant in Ihrem renommierten Unternehmen. Ich bin sicher, dass ich eine Bereicherung für Ihr Team bin.“
Vergiss es! Es ist unpersönlich, nennt keinen konkreten Ansprechpartner und lässt völlig offen, warum gerade dieses Unternehmen gewählt wurde.

✅ Die Lösung (Do): > „Sehr geehrte Frau Müller, Ihre aktuelle Kampagne zur nachhaltigen Mobilität hat mich als angehende Kommunikationswissenschaftlerin sofort begeistert. Da ich in meiner letzten Hausarbeit genau dieses Thema analysiert habe, möchte ich meine Leidenschaft für grüne PR nun aktiv in Ihr Team einbringen.“
So muss das! Das ist Maßarbeit. Es zeigt, dass du dich mit dem Betrieb beschäftigt hast, weißt welche Person im Unternehmen du konkret mit deinem Anschreiben ansprichst und schlägt direkt eine Brücke zwischen deinen Interessen und den Zielen des Unternehmens.

2. Der „Ich muss“-Fokus statt Mehrwert

Es heißt zwar Pflichtpraktikum, aber für das Unternehmen sollte es nicht so klingen, als würdest du lediglich eine lästige Studienleistung absitzen wollen. Firmen suchen nach Praktikanten, die Lust haben, anzupacken, zu lernen und frischen Wind in die Abteilung zu bringen.

❌ Der Fehler (Don’t): > „Für mein 4. Semester schreibt die Studienordnung der Uni zwingend ein 12-wöchiges Pflichtpraktikum vor. Da Ihr Büro sehr nah an meinem Wohnort liegt, würde ich dieses gerne bei Ihnen ableisten.“
So wird das nichts! Das Unternehmen ist kein Erfüllungsgehilfe für deinen Studienplan. Bequemlichkeit (Nähe zum Wohnort) ist kein Einstellungsargument.

✅ Die Lösung (Do): > „Die Schnittstelle zwischen Datenanalyse und Kundenzufriedenheit fasziniert mich im Studium besonders. Um mein theoretisches Wissen aus den Vorlesungen endlich operativ in der Praxis einzusetzen und Ihr Team im Tagesgeschäft zu entlasten, plane ich mein vorgeschriebenes Praktikum bei Ihnen zu absolvieren.“
Natürlich wissen die Verantwortlichen das du ein Pflichtpraktikum absolvieren musst, aber die Pflicht wird nur am Rande erwähnt. Der Fokus liegt auf deiner Motivation und dem Nutzen (Entlastung, aktuelles Wissen), den du dem Unternehmen bringst.

3. Das Logistik-Chaos

Ein Pflichtpraktikum unterliegt strengen Regeln der Fakultät (Stundenzahl, Zeitraum, Voll- oder Teilzeit). Wenn du in der Bewerbung diese wichtigen Rahmenbedingungen weglässt, machst du es dem HR-Team unnötig schwer. Rückfragen kosten Zeit – im Zweifel wird dann jemand anderes bevorzugt, dessen Verfügbarkeit sofort klar ist.

❌ Der Fehler (Don’t): > „Ich suche ab dem kommenden Sommer einen Platz für ein Praktikum.“
Der das liest denkt auch „Schönen Guten Morgen!“: Der Recruiter weiß hier weder, wann du genau starten kannst, noch wie lange du bleibst. Sei klar und strukturiert. Gehe bereits mit den ersten Worten in deinem Anschreiben konkret auf sehr wahrscheinliche Fragen des Personalverantwortlichen ein.

✅ Die Lösung (Do): > „Mein Pflichtpraktikum umfasst 450 Stunden, die ich idealerweise ab dem 01. August in Vollzeit bei Ihnen absolvieren möchte. Nach Absprache bin ich zudem sehr gerne bereit, das Praktikum im Anschluss freiwillig um einen Monat zu verlängern.“
Das passt schon eher! Klare Fakten schaffen sofortige Planungssicherheit. Die angebotene Flexibilität (freiwillige Verlängerung) ist ein riesiger Pluspunkt, da die Einarbeitung Zeit kostet und Firmen Praktikanten gerne länger behalten.

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4. Die stumpfe Nacherzählung des Lebenslaufs

Dein Lebenslauf liegt der Bewerbung bereits bei. Das Anschreiben dafür zu nutzen, chronologisch deine schulische Laufbahn in Textform herunterzubeten, verschenkt wertvollen Platz für Argumente.

Der Fehler (Don’t): > „Nach meinem Abitur 2022 habe ich begonnen, an der Uni XY BWL zu studieren. Derzeit befinde ich mich im 4. Semester. Nebenbei arbeite ich als Kellner.“
Warum es scheitert: Diese Fakten stehen exakt so im Lebenslauf. Sie bieten keinen erzählerischen Mehrwert.

✅ Die Lösung (Do): > „Durch meinen langjährigen Nebenjob in der Gastronomie habe ich gelernt, auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren, priorisiert zu arbeiten und stets kundenorientiert zu handeln. Genau diese Hands-on-Mentalität und Belastbarkeit möchte ich nun im dynamischen Eventmanagement Ihrer Agentur einbringen.“
Das ist ein rundes Paket! Hier werden Soft Skills aus dem Lebenslauf (Kellnern = Stressresistenz, Kundenkontakt) genommen und als starkes Argument für die ausgeschriebene Stelle verpackt.

5. Den falschen Tonfall treffen

Jedes Unternehmen pflegt eine andere Kultur und tickt anders. Ein konservatives Bankhaus kommuniziert völlig anders als ein hippes E-Commerce-Startup. Wer den Tonfall (die „Corporate Language“) der Firma im Anschreiben ignoriert, wirkt schnell deplatziert und beweist mangelndes Gespür.

❌ Der Fehler (Don’t): > Du schreibst an ein junges Startup, das in der Stellenanzeige durchgehend duzt: „Hochverehrter Herr Geschäftsführer, mit vorzüglicher Hochachtung übersende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen…“
Wir sind nicht bei Hofe! Es wirkt extrem antiquiert und zeigt, dass du dich nicht mit der lockeren Kultur der Firma auseinandergesetzt hast. Außerdem wirkt die Anrede „Hochverehrte(r)“ schon fast unterwürfig. Das du eher in das Unternehmen willst, als die dich haben wollen ist schon klar, aber deswegen darf man trotzdem seinen eigenen Wert kennen.

✅ Die Lösung (Do): > Passe dich authentisch an. Wenn in der Stellenanzeige geduzt wird: „Hallo liebes HR-Team“ oder „Hallo Herr Schmidt“. Wenn gesiezt wird, bleibe unbedingt formell: „Sehr geehrte Frau Dr. Weber“.
Warum es funktioniert: Du sprichst buchstäblich die Sprache des Unternehmens und zeigst dich als potenzieller „Cultural Fit“ (jemand, der gut ins Team passt). Ob jemand vom Mindset her gut ins Unternehmen passt ist häufig wichtiger als die fachlichen Skills.

6. Konjunktiv und fehlendes Selbstbewusstsein

Der Schlusssatz ist das Letzte, was der Personaler von dir liest – er bleibt im Gedächtnis. Verstecke dich hier nicht hinter schwammigen Formulierungen. Du bist zwar noch im Studium, aber du kommst, um zu helfen und echten Wert zu stiften.

❌ Der Fehler (Don’t): > „Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich vielleicht zu einem Gespräch einladen würden.“
Vergiss es! Der doppelte Konjunktiv („würde“, „wenn“, „vielleicht“) strahlt enorme Unsicherheit aus. Du machst dich kleiner, als du bist. Es sei denn du willst in dem Unternehmen nur den Kaffee servieren, statt aktives Mitglied im Team zu sein.

✅ Die Lösung (Do): > „Ich freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Motivation und meiner schnellen Auffassungsgabe zu überzeugen.“
Schon besser!  Das ist höflich, aktiv formuliert und strahlt genau das richtige Maß an Selbstbewusstsein aus.

Top-Portale für die Praktikumssuche

Für die Suche nach einem Pflichtpraktikum gibt es eine Vielzahl spezialisierter Portale, die über die klassischen Jobbörsen hinausgehen. Da Pflichtpraktika oft spezifische Anforderungen der Studienordnung (Dauer, Inhalte) erfüllen müssen, lohnt sich der Blick auf Plattformen mit entsprechenden Filtern.

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Akademische & Fachspezifische Quellen

Direktsuche bei Top-Arbeitgebern

  • Wenn du in ein spezifisches Unternehmen möchtest, ist das hauseigene Karriereportal meist der aktuellste Weg. Unternehmen wie Volkswagen, Deloitte oder Amazon schreiben ihre „Internship Cohorts“ für 2026 oft schon 6–12 Monate im Voraus aus.

Fazit: Persönlichkeit schlägt Perfektion

Ein Pflichtpraktikum ist genau das, was der Name sagt: Deine Chance, die Praxis überhaupt erst kennenzulernen. Kein Personalverantwortlicher erwartet von dir die routinierte Erfahrung einer langjährigen Fachkraft. Was die Unternehmen jedoch suchen, sind Neugier, Lernbereitschaft und eine echte Auseinandersetzung mit ihrer Arbeit.

Wenn du dich von starren Standardfloskeln verabschiedest, den Fokus auf deinen Mehrwert legst und die formalen Rahmenbedingungen direkt klar kommunizierst, hast du die größten Hürden bereits genommen. Dein Anschreiben muss nicht fehlerfrei im Sinne eines hochkomplexen Business-Plans sein, aber es muss deins sein. Nutze diese erste Seite, um zu zeigen, welcher motivierte Kopf hinter den Uni-Noten und Modulen steckt. Trau dich, authentisch und selbstbewusst aufzutreten – denn genau das macht am Ende den entscheidenden Unterschied zwischen dem „Abgelehnt“-Stapel und der Einladung zum Vorstellungsgespräch aus.

Über den Autor:

Michael W. Suhr | Baujahr 1974Dipl. Betriebswirt | Webdesign- und Beratung | Office Training
Nach 20 Jahren in der Logistik habe ich mein Hobby welches mich seit Mitte der 1980er Jahre begleitet zum Beruf gemacht, und bin seit Anfang 2015 als Freelancer im Bereich Webdesign, Webberatung und Microsoft Office tätig. Nebenbei schreibe ich soweit es die Zeit zulässt noch Artikel für mehr digitale Kompetenz in meinem Blog.
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