KI-Schlagzeilen: LinkedIn nutzt Profildaten für KI-Training, neue Tools verändern Arbeitswelt
Montag 3. November 2025
Die Welt der künstlichen Intelligenz steht auch zu Beginn dieser Woche nicht still. Von der Art und Weise, wie soziale Netzwerke unsere Daten nutzen, bis hin zur konkreten Umwälzung von Arbeitsplätzen – die heutigen Nachrichten zeigen, wie tief KI bereits in unseren Alltag integriert ist.
Hier sind die wichtigsten KI-Neuigkeiten des Tages:
LinkedIn beginnt heute mit KI-Training durch Nutzerdaten
Das berufliche Netzwerk LinkedIn setzt seine Pläne um und nutzt ab heute, dem 3. November, die öffentlichen Profildaten seiner Mitglieder, um generative KI-Modelle zu trainieren.
Was passiert? Ähnlich wie bereits bei Meta (Facebook, Instagram) und eBay geschehen, beruft sich LinkedIn auf das „berechtigte Interesse“ als Rechtsgrundlage, um Daten wie Profilinformationen, verfasste Artikel und Kommentare für die Entwicklung seiner KI-Funktionen zu verwenden.
Was bedeutet das für Nutzer? LinkedIn bietet eine Widerspruchsmöglichkeit (Opt-out) in den Einstellungen an. Allerdings ist dieser Widerspruch nicht rückwirkend. Daten, die bereits für das Training verwendet wurden, können nicht mehr entfernt werden. Dieser Schritt zielt darauf ab, die KI-gesteuerten Funktionen auf der Plattform, wie das automatische Erstellen von Stellenbeschreibungen oder Profilzusammenfassungen, zu verbessern.
Neue KI-Tools: Talkmate und Canva rüsten auf
Auch im Bereich der Anwendungssoftware gibt es heute wichtige Neuerungen:
Talkmate startet Bildungs-KI: Das Unternehmen Talkmate hat heute einen neuen, KI-gesteuerten und mehrsprachigen Bildungsagenten für die chinesische Sprache vorgestellt. Dieses Tool soll den Sprach- und Kulturaustausch durch interaktive, KI-basierte Lernmethoden fördern.
Canva launcht „Creative OS“: Die beliebte Design-Plattform Canva hat ebenfalls neue KI-Funktionen und Werkzeuge unter dem Namen „Creative OS“ veröffentlicht. Diese sollen den kreativen Prozess für Nutzer weiter automatisieren und vereinfachen.
KI im Job: Der „Junior-Assistent“ wird digital
Wie sich die Arbeitswelt durch KI konkret verändert, zeigt ein aktueller Bericht des Spiegels. Eine Kommunikationsagentur ersetzt die Aufgaben einer Junior-Projektmanagerin – wie etwa Marktrecherchen und erste Analysen – inzwischen vollständig durch KI-Anwendungen.
Dieser Trend unterstreicht eine Entwicklung, die Experten bereits seit Längerem beobachten: KI übernimmt zunehmend Routine- und Analyseaufgaben, während sich die Anforderungen an menschliche Mitarbeiter in Richtung strategische Steuerung, Kreativität und finale Qualitätskontrolle (inklusive Faktenchecks) verschieben.
Die KI-Debatten der letzten Tage
Die heutigen Nachrichten fügen sich in ein größeres Bild der rasanten KI-Entwicklung ein, das in den letzten Tagen intensiv diskutiert wurde:
Kampf um KI-Fachkräfte: Der Arbeitsmarkt erlebt einen massiven Umbruch. Laut einer Analyse von Haufe (31. Oktober) dominieren KI-bezogene Rollen das Jobwachstum. Gefragt sind völlig neue Fähigkeiten wie Prompt Engineering (die Kunst, einer KI die richtigen Anweisungen zu geben) und AI Security (die Absicherung von KI-Systemen).
Die „KI-Blase“: Gleichzeitig wächst die Sorge vor einer Überhitzung des Marktes. Am Wochenende warnte eine Spiegel-Kolumne (2. November) vor einer möglichen finanziellen „KI-Blase“, ähnlich der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende. Ein Treiber dieser Sorge ist das Problem des „AI Slop“ – minderwertiger, KI-generierter Inhalt, der das Internet überflutet und ironischerweise zur Trainingsgrundlage für zukünftige, potenziell „dämlichere“ KI-Modelle werden könnte.
Regulierung und Jugendschutz: Als Reaktion auf Bedenken von Aufsichtsbehörden kündigte die populäre Chatbot-Plattform Character.ai (31. Oktober) an, Altersbeschränkungen und zeitliche Nutzungslimits für jugendliche Nutzer einzuführen.
Der 3. November 2025 zeigt die Spannung zwischen der rasanten Integration von KI in unseren Alltag und den wachsenden wirtschaftlichen sowie ethischen Fragen, die diese Technologie aufwirft, deutlich macht.
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