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Hilfe, mein Chef ist ein Deepfake! Warum wir 2026 niemandem mehr trauen

Es ist Freitagnachmittag, 14:30 Uhr im Jahr 2026. Sie sind gedanklich schon im Wochenende, als Microsoft Teams klingelt. Ein Videoanruf vom CEO. Ihr Puls schießt hoch. Sie nehmen ab.

Da ist er. Der Chef. Er sitzt in seinem Büro (oder ist das ein virtueller Hintergrund der Malediven?), sieht ein bisschen müde aus wie immer, und seine Stimme hat diesen typischen, leicht genervten Unterton.

„Müller,“ sagt er. „Hören Sie zu. Es brennt. Wir haben eine einmalige Chance für eine Übernahme in Asien. Ich brauche eine Sofortüberweisung von 250.000 Euro auf dieses Konto in Singapur. Jetzt gleich! Die Compliance weiß Bescheid, aber die sind schon im Wochenende. Machen Sie es einfach. Vertrauen Sie mir.“

Sie zögern. Irgendetwas stimmt nicht. Hat er gerade zweimal hintereinander geblinzelt, ohne dass sich seine Augenbrauen bewegt haben? Und seit wann sagt der Chef „bitte“?

Herzlich willkommen in der schönen neuen Welt des Jahres 2026. Das Jahr, in dem der „Enkeltrick“ erwachsen geworden ist, einen Anzug angezogen hat und jetzt CEO spielt. Wir sprechen über Deepfakes im Büroalltag. Und ja, wir dürfen darüber lachen – solange wir trotzdem verdammt vorsichtig sind.

mein Chef ist ein Deepfake

Themenübersicht

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Die neue Realität: Wenn die KI besser schauspielert als Hollywood

Noch vor ein paar Jahren, sagen wir 2023, waren Deepfakes oft noch putzig. Da hat man den Papst in eine Daunenjacke gesteckt oder Tom Cruise auf TikTok tanzen lassen. Man sah die digitalen Nahtstellen. Es war Party-Gag-Niveau.

2026 ist die Party vorbei. Die KI-Modelle haben gelernt. Sie brauchen heute nur noch drei Sekunden Audiomaterial Ihrer Stimme (danke, LinkedIn-Podcast!), um Sie alles sagen zu lassen, was sie wollen – von der Kriegserklärung bis zur Bestellung von 50 Pizzen Hawaii für die gesamte Belegschaft.

Das Problem ist nicht die Technik. Das Problem sind wir. Wir sind darauf programmiert, Autoritäten zu gehorchen. Wenn der Chef auf dem Bildschirm erscheint, schaltet unser Gehirn vom „Kritischen Denken“-Modus in den „Jawohl, Sir!“-Modus. Und genau das nutzen Cyberkriminelle aus. Es ist Social Engineering auf Steroiden.

Woran Sie erkennen, dass Ihr Chef nur Pixelmatsch ist

Wie unterscheiden wir 2026 den echten Choleriker im Chefsessel von seinem digitalen Klon? Wir haben einen nicht ganz ernst gemeinten (aber im Kern wahren) Leitfaden erstellt.

1. Der „Uncanny Valley“-Blick

Achten Sie auf die Augen. Deepfake-KIs haben oft Probleme mit der natürlichen Physik des menschlichen Gesichts.

  • Der Roboter-Hinweis: Wenn Ihr Chef fünf Minuten lang starrt, ohne zu blinzeln, als hätte er gerade vier Liter Espresso getrunken, ist es ein Deepfake.
  • Der menschliche Vergleich: Der echte Chef blinzelt nervös, wenn er über Budgets spricht, und rollt mit den Augen, wenn das Marketing neue Ideen vorstellt.

2. Die auditive Perfektion

KI-Stimmen sind inzwischen erschreckend gut, aber oft zu perfekt.

  • Der Roboter-Hinweis: Die Stimme klingt glasklar, ohne „Ähs“, ohne Räuspern und ohne die üblichen grammatikalischen Verrenkungen. Wenn Ihr Chef plötzlich in druckreifem Deutsch spricht und keine englischen Buzzwords benutzt, sollten alle Alarmglocken schrillen.
  • Der menschliche Vergleich: Der echte Chef unterbricht Sie, atmet schwer ins Mikrofon und fragt dreimal „Können Sie mich hören?“, weil er wieder das falsche Headset ausgewählt hat.
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3. Das untypische Verhalten (Die „Nettigkeits-Falle“)

Das ist der wichtigste Punkt. Kriminelle wollen schnell ans Ziel und versuchen oft, Druck durch übertriebene Autorität oder untypische Kumpelhaftigkeit aufzubauen.

  • Der Roboter-Hinweis: Der Deepfake-Chef lobt Sie ausführlich für Ihre Arbeit der letzten Monate, fragt nach Ihrer Katze und bittet Sie dann höflich um die Überweisung von einer Viertelmillion.
  • Der menschliche Vergleich: Wenn der echte Chef plötzlich nett zu Ihnen ist, hat er entweder im Lotto gewonnen oder er steht kurz davor, Sie zu feuern. In beiden Fällen will er keine 250.000 Euro nach Singapur überweisen.

Werden Sie zum professionellen Paranoiker

Okay, Spaß beiseite. Die Bedrohung ist real und kann Unternehmen ruinieren. Aber wir können uns nicht im Keller einschließen und das Internet abschalten. Wir brauchen eine neue Kultur der „gesunden Paranoia“.

Hier sind drei Überlebenstipps für das Büro 2026:

1. Das magische Codewort Führen Sie für kritische Prozesse (wie Eilüberweisungen) ein analoges Sicherheitsmerkmal ein. Ein Codewort, das nur die echte Führungsebene und die Buchhaltung kennen. Und nein, „Passwort123“ ist kein gutes Codewort. Nehmen Sie etwas Absurdes, das eine KI nie erraten würde. Wenn der Video-Chef nach der Überweisung fragt, antworten Sie: „Gerne, Chef. Aber wie lautet das Codewort der Woche?“ Wenn er dann „Gummiente“ sagt, können Sie überweisen.

2. Die „Auflegen-und-Zurückrufen“-Methode Der simpelste Trick der Welt. Wenn Ihnen ein Anruf (Video oder Audio) komisch vorkommt, sagen Sie: „Entschuldigung, die Verbindung ist schlecht, ich rufe Sie sofort über die interne Nummer zurück.“ Legen Sie auf. Wählen Sie die Ihnen bekannte Nummer. Wenn der echte Chef rangeht und fragt, was los ist, haben Sie gerade viel Geld gespart.

3. Kultivieren Sie das Misstrauen Unternehmen müssen 2026 eine Kultur schaffen, in der es erwünscht ist, den Chef infrage zu stellen. Ein Mitarbeiter, der sagt: „Sorry Chef, das kommt mir spanisch vor, das mache ich nicht ohne Zweitprüfung“, sollte nicht abgemahnt, sondern befördert werden.

Fazit: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist überlebenswichtig

Das Jahr 2026 wird das Jahr, in dem wir lernen müssen, unseren eigenen Augen und Ohren nicht mehr blind zu vertrauen. Das klingt anstrengend, ist aber auch eine Chance. Es zwingt uns dazu, wieder mehr echt miteinander zu kommunizieren, statt uns auf digitale Abbilder zu verlassen.

Und wenn Sie das nächste Mal in einem Video-Call sitzen und das Gefühl haben, Ihr Gegenüber sieht irgendwie „pixelig um die Ohren“ aus: Schalten Sie Ihre Kamera aus. Sagen Sie, Ihr WLAN spinnt. Das ist die menschlichste Ausrede der Welt. Das versteht jeder. Sogar eine KI.

Über den Autor:

Michael W. Suhr | Baujahr 1974Dipl. Betriebswirt | Webdesign- und Beratung | Office Training
Nach 20 Jahren in der Logistik habe ich mein Hobby welches mich seit Mitte der 1980er Jahre begleitet zum Beruf gemacht, und bin seit Anfang 2015 als Freelancer im Bereich Webdesign, Webberatung und Microsoft Office tätig. Nebenbei schreibe ich soweit es die Zeit zulässt noch Artikel für mehr digitale Kompetenz in meinem Blog.
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