Grok 4.20, Metas „Grief Tech“ & Werbe-Aus bei Perplexity: Wochenrückblick KW 8/2026
Die KI-Nachrichten für die KW 8/2026
Die achte Kalenderwoche des Jahres 2026 lieferte greifbare Fakten statt leerer Versprechungen. Während Elon Musks xAI mit einer neuen Multi-Agenten-Architektur überrascht, zieht die Suchmaschine Perplexity einen konsequenten Schlussstrich unter ihr Werbegeschäft, um das Vertrauen der Nutzer zu schützen. Gleichzeitig sorgt Meta mit Plänen für „Grief Tech“ – KI-generierte Posts für Verstorbene – für hitzige ethische Debatten. Auf politischer Ebene mahnte US-Senator Bernie Sanders eindringlich vor dem rasanten Tempo der KI-Revolution, während in Neu-Delhi globale Leitplanken für den verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie diskutiert wurden.
xAI: Grok 4.20 Beta startet mit Multi-Agenten-Architektur
Elon Musks KI-Unternehmen xAI hat die öffentliche Beta-Phase für Grok 4.20 eingeläutet und wählt dabei einen radikal neuen technischen Ansatz. Statt sich auf ein einziges, massives neuronales Netz zu verlassen, nutzt das Modell eine Multi-Agenten-Architektur. Dabei arbeiten vier spezialisierte KI-Agenten – fokussiert auf Logik, kreative Textgenerierung, Programmierung und Echtzeit-Websuche – parallel im Hintergrund zusammen.
Bevor der Nutzer eine Antwort erhält, validieren sich die Agenten gegenseitig. Musk verspricht dadurch eine massive Reduktion von Halluzinationen sowie eine deutlich gesteigerte Verarbeitungsgeschwindigkeit bei komplexen analytischen Aufgaben.
Meta: „Grief Tech“ für Verstorbene löst Ethik-Debatte aus
Meta hat Pläne für ein kontroverses neues Feature vorgestellt, das es KI-Avataren ermöglichen soll, im Namen von verstorbenen Nutzern auf Facebook und Instagram weiter zu interagieren. Diese sogenannte „Grief Tech“ analysiert mit Zustimmung der Hinterbliebenen (oder durch eine zu Lebzeiten erteilte Verfügung) vergangene Posts, Chatverläufe und Sprachnachrichten. Das resultierende Modell kann auf Geburtstagsgrüße antworten oder Erinnerungen im typischen Sprachstil des Verstorbenen teilen.
Während Befürworter von einer neuen Form der Trauerbewältigung sprechen, warnen Psychologen und Ethikräte vor einer ungesunden Bindung an algorithmische Illusionen und unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen beim digitalen Nachlass.
Perplexity: Überraschendes Ende der Werbung zum Schutz der Neutralität
Die KI-gestützte Suchmaschine Perplexity hat am 18. Februar völlig unerwartet ihr gesamtes Werbeprogramm eingestellt. Das Startup begründete diesen drastischen Schritt mit der wachsenden Sorge, dass gesponserte Antworten die Neutralität und das Vertrauen der Nutzer massiv gefährden könnten. CEO Aravind Srinivas erklärte, dass man sich fortan ausschließlich auf das Premium-Abo-Modell konzentrieren werde.
Damit positioniert sich Perplexity als direkte, werbefreie Antithese zu Google und den jüngsten Monetarisierungsversuchen von OpenAI, was in der Tech-Community für viel Zuspruch, bei Investoren jedoch für Skepsis bezüglich der langfristigen Profitabilität sorgte.
OpenAI: GPT-5.3-Codex und die Übernahme von OpenClaw
OpenAI rüstet im Bereich der Softwareentwicklung massiv auf. Mit der Vorstellung von „GPT-5.3-Codex“ und der extrem latenzarmen Variante „Codex-Spark“ rücken vollautonome, agentenähnliche Programmieraufgaben in den Fokus. Die Modelle sollen nicht mehr nur Code-Snippets vervollständigen, sondern ganze Systemarchitekturen entwerfen und testen können. Parallel dazu wurde bekannt, dass das europäische Open-Source-Projekt „OpenClaw“ unter der Leitung von Peter Steinberger offiziell von OpenAI übernommen wurde.
Diese Akquisition soll OpenAI dabei helfen, die Integration lokaler Code-Ausführungsumgebungen und erweiterter Kontextfenster in bestehende Entwicklungsumgebungen (IDEs) zu perfektionieren.
Politik: Sanders warnt & AI Impact Summit in Neu-Delhi
Die politische Dimension der KI-Entwicklung nahm in KW 8 weiter an Fahrt auf. US-Senator Bernie Sanders forderte nach mehreren Treffen mit Tech-Leadern in Washington ein sofortiges Eingreifen der Politik. Mit den Worten „Wir müssen diese Sache verlangsamen“ warnte er davor, dass der US-Kongress das Ausmaß der bevorstehenden Arbeitsplatzverluste durch Automatisierung noch immer nicht verstanden habe.
Zeitgleich verabschiedeten internationale Regierungsvertreter und Forscher auf dem „AI Impact Summit“ in Neu-Delhi (18.-19. Februar) eine gemeinsame Deklaration. Diese fordert verbindliche, globale Leitplanken für das Training von Frontier-Modellen sowie einen gerechten Zugang zu KI-Ressourcen für Entwicklungsländer.
Quellenangaben:
xAI: Grok 4.20 Beta & Multi-Agenten
- eWeek – „xAI’s Grok 4.20 Turns AI Into a Debate Team“
- All-AI.de – „Grok 4.20: Vier KI-Modelle diskutieren jetzt heimlich im Hintergrund“
- The Times of India – „Elon Musk says Grok 4.20 public beta is now available“
Meta: „Grief Tech“
- WinFuture – „Neues Patent: Meta arbeitet an KI-Simulation für verstorbene Nutzer“
- Business Punk – „Meta-Patent für die Toten: KI-Bots lassen Verstorbene weiterposten“
- Futurism – „Meta Patented AI That Takes Over Your Account When You Die, Keeps Posting Forever“
Perplexity: Ende der Werbung
- MacRumors – „Perplexity Abandons AI Advertising Strategy Over Trust Worries“
- Gizmodo – „Perplexity Executives Think Ads Will Butcher Trust in AI“
- Nieman Lab – „Perplexity is phasing out advertising over fears ads erode user trust“
OpenAI: OpenClaw & Codex
- Die Zeit – „OpenClaw-Entwickler: KI-Entwickler Peter Steinberger wechselt zu OpenAI“
- Golem.de – „Peter Steinberger: OpenAI holt sich Openclaw-Entwickler ins Team“
Politik: Sanders & AI Impact Summit
- The Guardian – „‘Slow this thing down’: Sanders warns US has no clue about speed and scale of coming AI revolution“
- Table.Briefings – „AI Impact Summit in Neu-Delhi: Wildberger will mehr KI für Deutschland“
- Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) – „Digitalminister auf dem AI Impact Summit in Indien“
Beliebte Beiträge
Dynamische Bereiche in Excel: BEREICH.VERSCHIEBEN Funktion
Die BEREICH.VERSCHIEBEN (OFFSET) Funktion in Excel erstellt einen flexiblen Bezug. Statt =SUMME(B5:B7) zu fixieren, findet die Funktion den Bereich selbst, z. B. für die "letzten 3 Monate". Ideal für dynamische Diagramme oder Dashboards, die automatisch mitwachsen.
Die INDIREKT-Funktion in Excel meistern
Die INDIREKT Funktion in Excel wandelt Text in einen echten Bezug um. Statt =Januar!E10 manuell zu tippen, nutzen Sie =INDIREKT(A2 & "!E10"), wobei in A2 'Januar' steht. Erstellen Sie so mühelos dynamische Zusammenfassungen für mehrere Tabellenblätter.
Vom Assistenten zum Agenten: Der Copilot von Microsoft
Copilot wird erwachsen: Microsofts KI ist kein Assistent mehr, sondern ein proaktiver Agent. Mit "Vision" sieht er Ihren Windows-Desktop, in M365 analysiert er als "Researcher" Daten und in GitHub korrigiert er Code autonom. Das größte Update bisher.
Nie wieder das Gleiche tun: So nehmen Sie ein Makro in Excel auf
Genervt von repetitiven Aufgaben in Excel? Lernen Sie, wie Sie mit dem Makro-Rekorder Ihren ersten persönlichen "Magie-Knopf" erstellen. Automatisieren Sie Formatierungen und sparen Sie Stunden – ganz ohne zu programmieren! Hier geht's zur einfachen Anleitung.
IMAP vs. Lokale Ordner: Das Geheimnis Ihrer Outlook-Struktur und warum es wichtig ist
Kennen Sie den Unterschied zwischen IMAP- und lokalen Ordnern in Outlook? Falsche Nutzung kann zu Datenverlust führen! Wir erklären einfach, was wohin gehört, wie Sie Ihr Postfach aufräumen und E-Mails sicher & langfristig archivieren.
Der ultimative Effizienz-Boost: Wie Excel, Word und Outlook für Sie zusammenarbeiten
Schluss mit manuellem Kopieren! Lernen Sie, wie Sie Excel-Listen, Word-Vorlagen & Outlook verbinden, um personalisierte Serien-E-Mails automatisch zu versenden. Sparen Sie Zeit, vermeiden Sie Fehler und steigern Sie Ihre Effizienz. Hier geht's zur einfachen Anleitung!
































