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Die GPU-Krise: Warum PC-Gamer 2026 nur noch Kunden zweiter Klasse sind

Wir schreiben Januar 2026. Eigentlich sollte dies die goldene Ära des 4K-Raytracing-Gamings sein. Die Nvidia RTX 50-Serie („Blackwell“) ist auf dem Markt, AMDs RDNA 4 hat sich etabliert. Doch die Stimmung in Foren, auf Reddit und in Discord-Channels ist nicht euphorisch, sondern toxisch.

Der Grund: Der Grafikkarten-Markt hat sich fundamental verändert. Wir erleben nicht mehr den klassischen Wettbewerb um die Gunst der Gamer, sondern eine „Resteverwertung“ der Chip-Industrie. Während KI-Rechenzentren mit offenen Armen empfangen werden, müssen sich Gamer mit technischem Stillstand in der Mittelklasse und astronomischen Preisen im High-End-Segment abfinden.

Wir gehen der brutalen Realität des Grafikkarten-Marktes im Januar 2026 auf die Spur.

GPU-Krise-2026

Themenübersicht

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Die ökonomische Realität: Silizium hat einen neuen „Besitzer“

Um zu verstehen, warum eine RTX 5070 oder eine RX 8800 XT heute so viel kostet und (verhältnismäßig) wenig leistet, muss man auf den Wafer schauen.

Der Chip-Gigant TSMC fertigt sowohl die Gaming-GPUs als auch die KI-Beschleuniger (wie Nvidias B200 oder AMDs Instinct MI400).

⇒ Der KI-Faktor: Ein einziger KI-Chip-Wafer generiert für Nvidia oder AMD einen Umsatz, der den eines Gaming-Chip-Wafers um das Zehnfache bis Zwanzigfache übersteigt.

⇒ Die Konsequenz: In den Vorstandsetagen wurde 2025 eine stille Entscheidung getroffen. Die Zuteilung der besten Fertigungskapazitäten (Leading Edge Nodes) geht prioritär an das Datacenter.

Die Gaming-Sparte bekommt somit, was übrig bleibt. Das führt dazu, dass die Chipflächen (Die-Size) bei Gaming-GPUs so klein wie möglich gehalten werden, um die Ausbeute zu maximieren. Wir zahlen also „Premium-Preise“ für Hardware, die physikalisch eigentlich „Einsteiger-Klasse“ ist.

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Der GDDR7-Engpass und die VRAM-Lüge

Das Jahr 2026 sollte das Jahr von GDDR7 werden. Der neue Speicherstandard ist schnell und effizient. Doch er ist rar.

Wie im RAM-Artikel erwähnt, haben Speicherhersteller ihre Linien auf HBM (für KI) umgestellt. GDDR7 konkurriert direkt mit diesen Kapazitäten. Das führt zu einer absurden Situation bei aktuellen Karten:

⇒ Stagnation der Speichermenge: Während Spiele durch Unreal Engine 5.4 und Path Tracing immer speicherhungriger werden, geizen die Hersteller. Eine RTX 5060 Ti kommt auch 2026 oft nur mit 12 GB VRAM. Das ist für 1440p-Gaming mit Raytracing heute oft zu wenig.

⇒ Das Speicherinterface-Problem: Um Chips klein zu halten (siehe Punkt 1), beschneiden die Hersteller das Speicherinterface (Bus-Breite). Wir sehen High-End-Karten mit schmalen 192-Bit oder gar 128-Bit Interfaces. Das würgt die Performance in hohen Auflösungen ab, sobald der Cache überläuft.

„DLSS 4 ist das neue Rohleistung“

Die vielleicht frustrierendste Entwicklung im Jahr 2026 ist die Verschiebung des Marketings. Da die Hersteller aufgrund der Silizium-Priorisierung die Rohleistung (Rasterization Performance) kaum steigern konnten, verkaufen sie uns Software als Hardware-Fortschritt.

Wer sich heute eine neue Karte kauft, hört Sätze wie: „Dank DLSS 4.0 mit KI-Framegen ist diese Karte 3x schneller als der Vorgänger.“

⇒ Die Realität: Ohne Upscaling (DLSS/FSR/XeSS) und Frame Generation erreichen viele „Mittelklasse“-Karten in modernen Titeln wie GTA VI (PC-Port) oder Cyberpunk Orion kaum stabile 60 FPS in nativer Auflösung.

⇒ Der Trugschluss: Wir kaufen Hardware, die eigentlich zu schwach für native Darstellung ist, und verlassen uns darauf, dass KI-Algorithmen das Bild „halluzinieren“, damit es flüssig aussieht. Das spart den Herstellern Transistoren, kostet den Gamer aber Bildqualität (Artefakte, Latenz).

Der Rückzug aus dem High-End-Wettbewerb

⇒ Was 2026 besonders schmerzt: Der echte Konkurrenzkampf an der Spitze ist tot.

⇒ AMD hat aufgegeben: Wie schon Ende 2024 vermutet, hat sich AMD mit der RDNA-4-Generation aus dem absoluten High-End-Segment (Kampf gegen die RTX 5090) zurückgezogen. Sie fokussieren sich auf die „vernünftige Mitte“. Das bedeutet aber auch: Nvidia hat im Enthusiasten-Bereich (Karten über 1000€) ein absolutes Monopol. Sie können jeden Preis verlangen – und tun es auch.

⇒ Intel als Nischenplayer: Intels „Celestial“-Architektur ist zwar da, kämpft aber immer noch primär im Budget- bis Mittelklasse-Segment und kann die Preisführerschaft von Nvidia nicht brechen.

Fazit: PC-Gamer müssen umdenken!

Die „Gamer-Zweite-Klasse“-Gesellschaft ist 2026 Realität. Wir sind nicht mehr die Zielgruppe Nr. 1, die die Technologie vorantreibt. Wir sind die Zielgruppe, die die Reste der KI-Produktion finanziert.

Was bedeutet das für dich heute? Der „Sweetspot“ (Preis-Leistung) existiert bei Neuware kaum noch. Der klügste Move im Januar 2026 ist oft nicht der Kauf einer aktuellen RTX 50-Series oder Radeon RX 8000, sondern der Griff zum Gebrauchtmarkt der Vorgängergeneration (RTX 4080 Super / RX 7900 XTX), die oft ähnliche Rohleistung bieten, ohne den „Neustart-Aufschlag“ zu kosten.

Über den Autor:

Michael W. Suhr | Baujahr 1974Dipl. Betriebswirt | Webdesign- und Beratung | Office Training
Nach 20 Jahren in der Logistik habe ich mein Hobby welches mich seit Mitte der 1980er Jahre begleitet zum Beruf gemacht, und bin seit Anfang 2015 als Freelancer im Bereich Webdesign, Webberatung und Microsoft Office tätig. Nebenbei schreibe ich soweit es die Zeit zulässt noch Artikel für mehr digitale Kompetenz in meinem Blog.
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