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Die besten Tools zur Erkennung von KI-Texten im Vergleich

Seit der Veröffentlichung von ChatGPT, Claude und Gemini hat sich die Content-Landschaft dramatisch verändert. Texte können in Sekunden erstellt werden, was Effizienz bringt, aber auch Fragen zur Authentizität aufwirft. Ob für SEO-Rankings, akademische Integrität oder journalistische Glaubwürdigkeit: Die Fähigkeit, zwischen Mensch und Maschine zu unterscheiden, ist zu einer Kernkompetenz geworden.

Doch wie gut sind die „KI-Detektoren“ wirklich? Und welchem Tool können Sie vertrauen?

Die besten Tools zur Erkennung von KI-Texten

Themenübersicht

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Wie funktionieren KI-Detektoren eigentlich?

Bevor wir uns die Tools ansehen, ist es wichtig zu verstehen, was unter der Haube passiert. KI-Detektoren suchen nicht nach „Fakten“, sondern nach Mustern. Sie analysieren Texte hauptsächlich auf zwei Kriterien:

Perplexity (Perplexität): Dies misst, wie „überrascht“ ein Modell von der Wortwahl ist. KI-Texte haben oft eine niedrige Perplexität (sie wählen das statistisch wahrscheinlichste nächste Wort). Menschen schreiben chaotischer und kreativer.

Burstiness (Stoßartigkeit): Dies misst die Variation in der Satzstruktur. KIs neigen zu sehr gleichförmigen Sätzen. Menschen variieren zwischen kurzen Ausrufen und langen, verschachtelten Sätzen.

Die Top 5 Tools zur KI-Erkennung

Wir haben eine Analyse der aktuell leistungsfähigsten Anbieter auf dem Markt vorgenommen. Bitte beachten Sie, dass sich diese Technologien in einem ständigen „Hase-und-Igel-Rennen“ mit den KI-Modellen befinden. Ein KI-Detektor ist eben auch nur eine KI, und versucht immer den Werken einer anderen KI auf die Schliche zu kommen!

1. Originality.ai – Der Standard für Content-Marketer

Originality.ai gilt derzeit als eines der strengsten und genauesten Tools auf dem Markt, insbesondere für englische und deutsche Texte im Web-Marketing.

  • Zielgruppe: SEO-Spezialisten, Agenturen, Publisher.
  • Stärken: Es erkennt nicht nur GPT-4, sondern auch paraphrasierte (umgeschriebene) Inhalte. Es bietet zudem eine Plagiatsprüfung.
  • Besonderheit: Es scannt ganze Websites und zeigt an, wie viel Prozent des Inhalts wahrscheinlich KI-generiert sind.
  • Kosten: Kostenpflichtig (Credit-System).

2. Winston AI – Der Favorit für Bildungseinrichtungen

Winston AI hat sich stark auf den Bildungssektor und die Dokumentenanalyse fokussiert.

  • Zielgruppe: Lehrer, Dozenten, Redakteure.
  • Stärken: Es verfügt über eine OCR-Technologie (Optical Character Recognition), kann also auch handgeschriebene oder gescannte Texte aus Bildern analysieren. Die Benutzeroberfläche ist sehr intuitiv.
  • Ergebnisse: Sie erhalten eine detaillierte Aufschlüsselung Satz für Satz.
  • Kosten: Kostenlose Testversion verfügbar, danach Abo-Modell.

3. GPTZero – Der Pionier

Entwickelt von einem Princeton-Studenten, war GPTZero eines der ersten Tools, das viral ging. Es ist besonders gut darin, die oben genannte „Burstiness“ zu visualisieren.

  • Zielgruppe: Akademiker, breite Öffentlichkeit.
  • Stärken: Es markiert farblich sehr genau, welche Satzteile menschlich wirken und welche maschinell. Es bietet Integrationen für MS Word und Google Docs, um direkt beim Schreiben zu prüfen.
  • Kosten: Freemium-Modell (Basis-Scans kostenlos).

4. Copyleaks – Die Enterprise-Lösung

Copyleaks ist ursprünglich ein Plagiats-Checker, der seine Algorithmen massiv auf KI-Erkennung erweitert hat.

  • Zielgruppe: Große Unternehmen, Universitäten.
  • Stärken: Es behauptet, eine der geringsten Fehlerraten (False Positives) zu haben. Zudem kann es Quellcode analysieren, um festzustellen, ob Programmcode von einer KI geschrieben wurde.
  • Kosten: Bietet eine API für Unternehmen und Browser-Erweiterungen.
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5. Sapling – Für kurze Checks im Kundenservice

Sapling ist eigentlich ein KI-Assistent für Support-Teams, bietet aber einen sehr fähigen Detektor.

  • Zielgruppe: CRM-Manager, Support-Teams.
  • Stärken: Es ist darauf trainiert, auch in kürzeren Textabschnitten (wie E-Mails oder Chats) KI-Muster zu erkennen, wo andere Tools oft scheitern, weil ihnen die Datenmenge fehlt.
  • Kosten: Kostenlose Version auf der Website verfügbar.

Schnellvergleich der Anbieter

Tool Beste Nutzung für… Kostenmodell Besonderes Feature
Originality.ai SEO & Web-Content Paid Erkennt Paraphrasing sehr gut
Winston AI Bildung & Dokumente Paid / Trial OCR (Bild-zu-Text Scan)
GPTZero Lehrer & Studenten Freemium „Deep Scan“ Technologie
Copyleaks Enterprise / Code Paid / API Erkennt auch KI-Code
Sapling Kurze Texte / Chat Free / Paid  Gut bei wenig Text

Ein wichtiges Wort der Warnung: „False Positives“

Trotz aller Fortschritte ist kein Tool zu 100 % perfekt! Ebenso wenig wie KI-generierte Texte es sind. Denn hier wird versucht mit Hilfe von KI eine andere KI zu entlarven. Es gibt das Phänomen der „False Positives“ (falsch-positive Ergebnisse). Das bedeutet, dass ein Text, den ein Mensch geschrieben hat, fälschlicherweise als KI-Text markiert wird.

Wichtiger Hinweis: Nutzen Sie diese Tools niemals als alleinigen Beweisgrund, um einen Mitarbeiter zu entlassen oder einen Studenten durchfallen zu lassen. Sie sind Indikatoren, keine Richter.

Manuelle Prüfung: Worauf Sie achten sollten

  • Verlassen Sie sich nicht nur auf Software. Menschenverstand hilft oft weiter:
  • Fehlende Tiefe: KI kratzt oft an der Oberfläche und wiederholt Punkte.
  • Perfekte Grammatik, kein Stil: KI macht fast nie Tippfehler, wirkt aber oft emotionslos.
  • Veraltete Fakten: Ohne Web-Zugriff halluzinieren KIs oft falsche Daten.

 

Wenn es um professionelle Sicherheit im Content-Marketing geht, ist Originality.ai aktuell der Marktführer. Für den Bildungsbereich bietet Winston AI die besten Funktionen. Doch egal welches Tool Sie nutzen: Bewahren Sie sich eine gesunde Skepsis und nutzen Sie die Ergebnisse als Startpunkt für ein Gespräch, nicht als endgültiges Urteil.

Über den Autor:

Michael W. Suhr | Baujahr 1974Dipl. Betriebswirt | Webdesign- und Beratung | Office Training
Nach 20 Jahren in der Logistik habe ich mein Hobby welches mich seit Mitte der 1980er Jahre begleitet zum Beruf gemacht, und bin seit Anfang 2015 als Freelancer im Bereich Webdesign, Webberatung und Microsoft Office tätig. Nebenbei schreibe ich soweit es die Zeit zulässt noch Artikel für mehr digitale Kompetenz in meinem Blog.
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