Tech-Industrie droht mit Abwanderung, Quanten-KI Durchbruch bei IBM, „Reality Check“ für soziale Medien
Mittwoch, 26. November 2025
Nachdem sich die Fronten zwischen Gewerkschaften und Industrie in den letzten 48 Stunden verhärtet haben, zieht die Bundesregierung die Reißleine. Technologisch sehen wir heute eine faszinierende Verschmelzung von Gehirn und KI, und im Netz sorgt die neue Zwangskennzeichnung für unerwartete Proteste.
Hier sind die wichtigsten KI-Neuigkeiten des Tages:
Politik schaltet sich ein: Kanzleramt lädt zum „Krisengipfel Automatisierung“
Die Drohung der Industrie, Investitionen abzuziehen (gestern), und die Forderung nach einer Roboter-Steuer (vorgestern) haben Berlin erreicht. Das Kanzleramt hat heute Vormittag überraschend zu einem „Nationalen Gipfel für Arbeit und Automatisierung“ eingeladen, der noch vor Weihnachten stattfinden soll.
Das Ziel: Die Regierung will einen Kompromiss vermitteln. Im Gespräch ist ein „Maschinen-Dividenden-Modell“ statt einer reinen Steuer. Dabei würden Unternehmen, die stark automatisieren, in einen Fonds einzahlen, der gezielt die Umschulung und Aktienbeteiligung der betroffenen Belegschaft finanziert.
Die Börsen reagierten erleichtert auf das Signal der Deeskalation. Tech- und Industriewerte, die gestern noch unter Druck standen, stabilisierten sich heute Mittag wieder.
Medizinische Sensation: Gelähmter Patient steuert Roboter nur mit Gedanken
Ein Forschungsteam von Neuralink und der Charité hat heute ein Video veröffentlicht, das als Meilenstein der Medizintechnik gilt. Ein querschnittsgelähmter Patient steuerte einen humanoiden Roboter (ein älteres Modell von Boston Dynamics) allein durch seine Gedanken. Das Entscheidende war nicht der Chip im Gehirn allein, sondern eine neue „Intent-Decoding-AI“ (Absichts-Erkennungs-KI).
Die Signale des Gehirns sind oft verrauscht und ungenau. Die KI fungiert als Dolmetscher: Sie errät die Absicht des Patienten (z.B. „Tasse greifen“) aus den minimalen Hirnimpulsen und übersetzt diese in die präzisen motorischen Befehle für den Roboter.
Die Vision: Dies eröffnet die Perspektive der „Telepräsenz“: Menschen mit körperlichen Einschränkungen könnten durch Roboter-Avatare wieder physisch mit der Welt interagieren und sogar arbeiten.
„Wahrheits-Krise“ auf Instagram: Fotografen rebellieren gegen KI-Stempel
Die gestern eingeführte Zwangskennzeichnung für KI-Inhalte auf Meta und X führt heute zu einem massiven Backlash („Gegenreaktion“) von professionellen Fotografen und Künstlern.
Das Problem: Die Algorithmen, die KI-Inhalte erkennen sollen, sind zu aggressiv. Tausende von echten Fotos, die lediglich mit Standard-Tools (wie Photoshop „Remove Tool“ oder Lightroom Rauschunterdrückung) leicht bearbeitet wurden, wurden heute automatisch mit dem stigmatisierenden „AI Generated“-Wasserzeichen versehen.
Unter dem Hashtag #RealNotAI posten Fotografen ihre Original-Rohdaten, um zu beweisen, dass sie keine Generatoren benutzt haben. Dies entfacht eine philosophische Diskussion: Wo beginnt KI? Ist ein Foto noch „echt“, wenn eine KI das Licht korrigiert hat? Die Plattformen haben bereits angekündigt, die Empfindlichkeit der Erkennung nachjustieren zu wollen.
Die Suche nach der Balance
Der 26. November zeigt, wie schwierig es ist, die neue Technologie in geordnete Bahnen zu lenken.
- Politisch: Die Suche nach einem Mittelweg zwischen Fortschritt und sozialer Absicherung (Gipfel).
- Technisch: Die KI als unverzichtbarer Helfer, der Gedanken in Taten umsetzt (Brain-Computer-Interface).
- Kulturell: Die Schwierigkeit, in einer digital optimierten Welt noch zwischen „echt“ und „künstlich“ zu unterscheiden (Instagram-Chaos).
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